NinaBeitrag von einem Gast oder ehemaligen Mitglied
Hallo,
mein Papa liegt nun seit 11 Jahren im Wachkoma.
Ärzte glaubten zuerst, das es nie wieder besser wird, doch seit er dieses Jahr verlegt wurde, in eine Spezielle Klinik denke ich darüber anders. Wenn er Schmerz empfindet, verzieht er sein Gesicht und weinen kann er auch. Ich frage mich, wie man ihm helfen könnte? Doch wir wissen nicht ob er wirklich etwas mitkriegt. Die Betreuer meinten, das er oft zu seinem CD-Mobilä heraufschaut. Ob das wohl wirklich so ist? Ich wollte fragen ob ihr vielleicht schon Erfahrungen mit solchen "Fällen" gemacht habt oder ob ihr wisst, wie man es herauffinden könnte, ob er wirklich etwas mitbekommt.
MfG Nina
rita 38Beitrag von einem Gast oder ehemaligen Mitglied
Hallo Nina !!
ich abeite schon zwei Jahre in denem Pflegefachzentrum für Wachkomapatienten.
Aus meiner täglichen Arbeit mit den Bew. kann ich dir nur Mittteilen das jeder Bew. auf seine Art und Weiße Wahr nimmt, sei es durch durch berührung, geräusche ect.
Jeder Bew. zeigt andere Reaktionen , sei es durch ein Liedaufschlag, leichtes Kopfdrehen, oder aber durch schnelle Atmung.
Wichtig ist dabei immer die Beobachtung und der Kontakt.
Ebefalls für uns als zupflegende ist es wichtig ,soviel wie möglich über die Biographie des einzelnen Bew. zuwissen.
Weche Musik er gern gehöhrt hat , welche hobbys er hatte, ob er Haustiere hatte.
Selbst welche Pflegeprodukte er bei seiner Pflege benutz hat, ob er lieber gebadet oder geduscht hat ,ob warmes oder kaltes Wasser er bei seiner Körperpflege benutzt hat, jedes kleine Detail ist wichtig.
Es gibt für Angehörige auch Fortbildungen, zB. Basale Stimulation, dort kann mann die beruhigende oder die Anregende Waschung erlernen, dabei sieht und fühlt mann wie der Bew. sich entspannt oder aber auch anspannt.
Bei uns kann mann auch bei den Hauseigenen Therapien teilnehmen, wie Klangreise, Ergo und Physiotherapie.
Wir haben auch einen Snuselram in diesem befindet sich ein großes Wasserbett , auf das der Bew, gelegt wird und die Ehepaartner oder auch Kinder ebenfalls.
Oder mann kann den Traumschwinger benutzen , ( sieht aus wie eine Hängematte)
Also wie du siehst gibt es sehr viele Möglichkeiten, was aber immer noch am wichtigsten dabei ist ,ist die Gedult und sich über kleine Fortschritte zuerfreuen.
SüloBeitrag von einem Gast oder ehemaligen Mitglied
Nach deinen beobachtungen zu urteilen, würde Ich nicht sagen das er im Wachkoma liegt, sondern einen ähnlichen Status hat. Ich denke das dein Vater
wieder bewusstsein erlangt hat, aber kommplett Gelähmt (Locked in Syndrom)
ist. 11 Jahre ist eine sehr lange zeit. Lass deinen Vater mal von Spezialisten
Untersuchen. Nur weil einige Ärzte behaupten das er nie wieder Gesund wird muss das nicht der fall sein. Es gibt ein Spezialisten Team der letztes Jahr von 44 "Wachkoma Patienten" 18 wieder ins Leben zurück geholt haben.
Diese fälle waren auch "Hoffnunglose" fälle. Das ist das Lieblingswort von manchen Ärzten / Krankenkassen.
PeterBeitrag von einem Gast oder ehemaligen Mitglied
Wo findet man dieses Spezialistenteam, hat es auch einen Namen oder Adresse bitte?
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