5. November 2007
Das Wachkoma wird auch Apallisches Syndrom genannt. Zum Krankheitsbild gehört primär, dass sich eine Fehlfunktion im Gehirn bildet, deren Ursache eine neurologische Schädigung ist.

Hierbei wird aber nicht das gesamte Gehirn außer Funktion gesetzt, es findet eher eine massive Kommunikationsstörung relevanter Teile statt. Diese entsteht meist in der Zusammenarbeit von Hirnstamm, Zwischenhirn und Rückenmark. Das Großhirn behält im Gegenzug seine Tätigkeit bei. Dadurch kommt es zum Krankheitsbild des apallischen Syndroms, bei dem der Patient zwar wach bleibt, seine Fähigkeiten zur Kommunikation und das aktive Bewusstsein aber stark bis ganz eingeschränkt werden. Zudem wird der Schlaf/Wachrhythmus massiv gestört und es kann auch zu Blasen- und Darminkontinenz kommen.
Zu den Hauptursachen dieser Hirnschädigung gehört neben dem Sauerstoffmangel auch das Schädel-Hirn-Trauma. Weitere Auslöser entstehen in Verbindung mit anderen Krankheitsbildern die direkte Auswirkungen auf das Gehirn haben, wie z.B. ein Schlaganfall oder die Bildung eines Tumors in den Gehirnregionen. Die Symptome unterscheiden sich aber individuell von Fall zu Fall, es liegen zwar grundsätzlich Schädigungen des Großhirns vor, das Gesamtbild ist aber eine Mischform unterschiedlicher Schädigungen.
Die Therapie orientiert sich zunächst an der Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen. Dazu gehört vor allem die Zuführung von Sauerstoff, die meist mittels einen Luftröhrenschnitts vorgenommen wird. Hinzu kommen bei der akuten Behandlung auch die künstliche Ernährung durch Einführung einer Ernährungssonde, sowie die künstliche Urinableitung.
Weiterführende Therapiemaßnahmen nach Abschluss der akuten Behandlung finden sich in Behandlungsmethoden aus den Bereichen der Logopädie, der Ergotherapie und der Physiotherapie. Auch sind Behandlungen aus den Bereichen der Neuropsychologie und der Musiktherapie nützlich um verloren gegangene Hirnfunktionen wieder stimulieren zu können.
Erst in den Folgemonaten nach der Akutbehandlung lässt sich eine weiterführende Prognose erarbeiten. Diese ist stark abhängig von der Reaktion des Betroffenen auf die ersten Therapieansätze. Sollte feststellbar sein, dass der Patient eine deutliche physische wie psychische Besserung erfährt, können sich weiterführende Maßnahmen der Rehabilitation anschließen.
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