11. März 2010
Viele Patienten leiden unter Verstopfung. Es gibt einige Maßnahmen, um diese Verdauungsstörung zu beheben.
Eine Verstopfung äußert sich durch harten Stuhlgang, der nur unter festem Pressen entleert werden kann. Dieses heftige Pressen verursacht oft unangenehme Schmerzen.
Man spricht von Verstopfung, wenn der Mensch nur dreimal pro Woche Stuhlgang hat. Grundsätzlich ist die Verdauung jedoch individuell unterschiedlich. Ein Mensch bemerkt bereits nach einem Tag ohne Stuhlgang Bauchschmerzen oder einen aufgeblähten Bauch, andere wiederum erst nach zwei oder drei Tagen.
Im schlimmsten Fall kann der Patient ohne ärztliche Hilfe keinen Stuhlgang mehr abgeben. Ebenfalls abzuklären ist eine Verstopfung auch dann, wenn auf dem harten Stuhlgang Blutauflagen zu sehen sind. Auch eine unklare Gewichtsabnahme in Verbindung mit einer Verstopfung sollte abgeklärt werden.
Besteht nur hin und wieder eine Verstopfung, so gibt es einige Maßnahmen, um den Stuhlgang wieder zu normalisieren. Patienten, die immer wieder unter Verstopfung leiden, sollten ihre Ernährung umstellen. Verdauungsanregend und –regulierend ist eine ballaststoffreiche Nahrung mit Vollkornprodukten und viel Obst und Gemüse. Außerdem sollte ausreichend getrunken werden. Auch körperliche Bewegung ist wichtig für eine geregelte Verdauung. Eine Verstopfung kann auch dadurch vermieden werden, dass man den Toilettengang nicht aufschiebt.
In der Apotheke ist auch Leinsamen erhältlich, der mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen zur Lösung der Verstopfung führen kann.
Wenn ein Patient regelmäßig unter Verstopfung leidet, sich die Verstopfung mit Durchfall abwechselt oder der Patient andere Symptome wie unklare Gewichtsabnahme oder Blut im Stuhl bemerkt, so sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt tastet den Bauch des Patienten ab und führt eine Ultraschalluntersuchung durch. Ferner erhält der Patient einen Hämoccult-Test. Mit Hilfe dieses Tests kann unsichtbares (okkultes) Blut festgestellt werden. Der Patient gibt dazu eine Stuhlprobe auf das so genannte Stuhlbriefchen. In der Arztpraxis wird eine spezielle Lösung auf das Briefchen getropft, so dass unsichtbares Blut sichtbar gemacht werden kann. Im Rahmen seiner Diagnostik führt der Arzt bei immer wiederkehrender Verstopfung auch eine Darmspiegelung durch. Dazu wird ein langer dünner Schlauch über den After eingeführt und den gesamten Darm hindurch geschoben, so dass der Arzt den Darm von innen betrachten kann. Sofern dies notwendig ist, kann während der Untersuchung auch eine Gewebeprobe entnommen werden. Im Rahmen seiner Diagnostik untersucht der behandelnde Arzt auch noch das Blut des Patienten.
Je nach Art der Untersuchungsergebnisse kann der Arzt ein Abführmittel verordnen, so dass sich der Stuhlgang verflüssigt. Stark verfestigter Stuhlgang kann vom behandelnden Arzt auch mit dem Finger über den Enddarm entfernt werden.
Haben die Untersuchungen den Verdacht auf Darmkrebs bestätigt, so muss der Tumor operativ entfernt werden. Ist dies aufgrund der Größe oder der Beschaffenheit des Tumors nicht möglich, so wird oftmals vor einer Operation eine Chemo- oder Strahlentherapie durchgeführt, um den Tumor zu verkleinern und danach besser entfernen zu können. Nach einer Operation wird in vielen Fällen eine weitere Behandlung mit Chemo- oder Strahlentherapie durchgeführt.
Hat der Patient Blut im Stuhl aufgrund von Hämorrhoiden, so werden diese oftmals während einer Enddarmspiegelung verödet. Dies geschieht mit kleinen Gummiringen, die um die Hämorrhoiden gelegt werden. Die Hämorrhoiden werden dadurch nicht mehr durchblutet und trocknen aus. Stark ausgeprägte Hämorrhoiden müssen oftmals auch operativ entfernt werden.
Hat die Blutuntersuchung ergeben, dass der Körper zu wenige Schilddrüsenhormone produziert, so kann der Arzt entsprechende Medikamente verordnen.
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