11. März 2010
Verdauungsstörungen verursachen unterschiedliche Beschwerden. An Verdauungsbeschwerden können sowohl Erwachsene als auch Babys und Kinder leiden.
Von Verdauungsstörungen spricht man, wenn der Patient eine unregelmäßige Verdauung hat oder wenn Beschwerden im Bereich des Darmes auftreten. Die Patienten haben dann Durchfall oder Verstopfung oder auch beides abwechselnd. Tritt die Verstopfung alleine auf, so kann diese derart stark ausgeprägt sein, dass der Patient ohne ärztliche Hilfe den Darm nicht mehr selbst entleeren kann. Zusätzlich können die Patienten auch unter einem aufgeblähten Bauch und Bauchschmerzen leiden. Die Patienten haben wenig Appetit und müssen nach dem Essen häufig aufstoßen. Patienten mit Verdauungsstörungen kann auch übel sein und teilweise ist die Übelkeit auch verbunden mit Erbrechen.
Patienten mit Verdauungsstörungen können auch Blut im oder auf dem Stuhlgang bemerken.
Leidet ein Patient im Rahmen eines relativ harmlosen Infektes unter vorübergehenden Verdauungsstörungen, so helfen meist auch Hausmittel, um die Verdauung wieder zu regulieren. Verstopfung kann durch eine ballaststoffreiche Ernährung mit ausreichend Trinken und viel Bewegung vermieden werden.
Auch Patienten mit Durchfall müssen viel trinken, da der Körper durch die häufige Stuhlausscheidung viel Flüssigkeit verliert. Obstsorten wie Bananen stopfen und eignen sich daher gut zur Behandlung von Durchfall. Kann der Patient die getrunkene Flüssigkeit nicht bei sich behalten, so muss eine ärztliche Behandlung erfolgen.
Der Arzt tastet den Bauch ab und hört mit dem Stethoskop auf die Darmgeräusche. Zusätzlich wird dem Patienten Blut abgenommen sowie ein Ultraschall der Organe gemacht. Hat ein Patient starke Durchfälle, so legt der Arzt eine Infusion in die Vene, über die der Patient mit Elektrolyten und Flüssigkeit versorgt wird. Gegen Durchfall gibt es verschiedene Präparate, die der Arzt verordnen kann. Da mit diesen Medikamenten jedoch die Ursache nicht behoben wird, sind sie nicht immer zu empfehlen. Patienten, die einen besonders heftigen und/oder lang andauernden Durchfall haben, müssen meist auch eine Stuhlprobe in der Praxis abgeben. Diese wird im Labor u.a. auf Bakterien untersucht. Können Bakterien nachgewiesen werden, so verordnet der Arzt meist ein Antibiotikum.
Sind die Verdauungsstörungen mit Bauchkrämpfen verbunden, so kann der Arzt ein krampflösendes Medikament verordnen.
Leidet der Patient unter einem Magen-Darm-Infekt, so verschwindet dieser in der Regel von selbst wieder. Man sollte sich jedoch in jedem Fall schonen und auf eine ausreichende Trinkmenge achten.
Wiederholen sich die Verdauungsstörungen häufig oder vermutet der Arzt eine schwerwiegende Erkrankung im Darmbereich, so erhält der Patient so genannte Stuhlbriefchen und einen Termin für eine Darmspiegelung. Die Stuhlbriefchen werden auch Hämoccult genannt. Der Patient gibt dazu eine Stuhlprobe auf das "Briefchen". In der Arztpraxis wird eine spezielle Lösung aufgetropft, die sich verfärbt, wenn sich okkultes (unsichtbares) Blut im Stuhl befindet. Als Vorbereitung zur Darmspiegelung muss der Patient eine Flüssigkeit trinken, um den Darm zu entleeren. Der Arzt führt dann einen langen dünnen Schlauch über den Enddarm des Patienten ein und kann so den gesamten Darm und die Darmschleimhaut begutachten. Sofern notwendig können mit einer dünnen Zange auch Proben entnommen werden.
Je nach Art des Untersuchungsergebnisses kann eine Operation notwendig sein. Dabei wird ein gut- oder bösartiger Tumor entfernt. In schweren Fällen kann während dieser Operation auch die Anlage eines künstlichen Darmausganges notwendig werden.
Konnte der Arzt aufgrund der Blutuntersuchung feststellen, dass die Schilddrüse des Patienten zu wenige Hormone produziert, so können entsprechende Medikamente verordnet werden, um den Mangel auszugleichen.
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