Die Unterzuckerung ist ein körperlicher Zustand, bei dem im Blut ein zu niedriger Glucoseanteil vorherrscht. Ursächlich hierfür sind diverse Stoffwechselerkrankungen, eine falsche Ernährung oder die körperliche Überforderung, wie sie beispielsweise im Sport auftreten kann. In längeren Trainings- oder Wettkampfphasen sollte der Sportler einer Unterzuckerung vorbeugen.
Der medizinische Begriff für die Unterzuckerung ist Hypoglykämie. Sie steht für einen Blutzuckerspiegel, der unterhalb des durchschnittlichen Normalwertes liegt. Anfangs sind innere Unruhe und Heißhunger symptomatisch. Später kann es zur abnehmenden Hirnleistung bis hin zum Schock kommen, der aufgrund fehlender Schutzreflexe sogar zum Tode führen kann.
Gründe für eine Unterzuckerung gibt es viele. So sind unter anderem Stoffwechselerkrankungen ursächlich für das Abfallen des Blutzuckerspiegels, insbesondere Diabetiker sind gefährdet. Aber auch körperliche Aktivitäten, bei denen mehr Glucose verbrannt wird, als im Körper vorrätig ist, lassen eine Hypoglykämie entstehen, sofern dieser nicht vorgebeugt wird. Die Zellen verlieren an Funktionsfähigkeit, Folgeschäden treten auf.
Sportler achten in der Regel darauf, ihren Körper mit ausreichend Energie zu versorgen, respektive mit Glucose, die den Zellen als Brennstoff zur Verfügung steht. Allerdings ist nicht jedes Lebensmittel geeignet, die Glycogenspeicher aufzufüllen. Es kommt auf das richtige Maß und auf die Auswahl der richtigen Energielieferanten an.
Als Grundregel hat sich bewährt, dass der Sportler etwa zwei bis drei Stunden vor dem Training eine kohlenhydratreiche Mahlzeit zu sich nimmt. Später sollte er nicht essen, da der Körper erst einmal mit der Verdauung beschäftigt ist. Käme eine gleichzeitige körperliche Aktivität hinzu, nähme er die Doppelbelastung übel. Selbst die Aufnahme von echten Glucoselieferanten, also Traubenzuckerpräparaten, direkt vor dem Training könnte den Körper überfordern.
Zu den kohlenhydratreichen Lebensmitteln, die eine hohe Energiedichte besitzen, zählen unter anderem Vollkornnudeln und Vollkornreis. Aufgrund der guten Verdaulichkeit ziehen die meisten Sportler diese Produkte den Kartoffeln vor. Auf die Aufnahme von Fett sollte vor dem Training unbedingt verzichtet werden.
In ein längeres Training, wie es beispielsweise in Vorbereitung auf einen Marathon vorkommt, ist eine unbedingt eine zwischenzeitliche Nahrungsaufnahme einzukalkulieren. Durchschnittlich benötigt der Sportler pro Stunde eine Kohlenhydratzufuhr von 60 Gramm. Die häufig empfohlenen Müsliriegel oder Traubenzuckerpräparate eignen sich hierfür nur bedingt, da sie zu Verdauungsproblemen führen können. Ausdauersportler schwören auf trockene Würfel Brot.
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15.10.12 | |
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