10. März 2010
Unter Unterleibsschmerzen können sowohl Männer als auch Frauen und Kinder leiden. Die Behandlungen unterscheiden sich nach der Ursache dieses Symptoms.
Patienten, die unter Unterleibsschmerzen leiden, haben mehr oder weniger starke Bauchschmerzen. Der Schmerz kann sich stechend oder auch dumpf anfühlen und ganz plötzlich auftreten oder sich schleichend verschlimmern oder auch gleichbleibend sein. Die Schmerzen können sowohl chronisch als auch akut sein. Chronische Unterleibsschmerzen können über längere Zeit hinweg andauern oder auch in regelmäßigen Abständen wiederkehren. Von den chronischen Schmerzen im Unterbauch sind überwiegend Frauen betroffen. Häufig leiden die Patientinnen z.B. alle vier Wochen bei ihrer Regelblutung unter Unterleibsschmerzen.
Neben den Schmerzen kann es den Patienten auch übel sein und teilweise müssen sie sich erbrechen. Auch Verdauungsstörungen wie Durchfall und Verstopfung können auftreten. Patienten, die unter Unterleibsschmerzen leiden, können dadurch auch schlecht schlafen.
Wenn Unterleibsschmerzen auftreten, sollten diese immer ernst genommen werden. Je nach Art der Schmerzen werden diese vom Hausarzt, dem Kinderarzt, einem Frauenarzt oder einem Urologen behandelt. Im Rahmen der Diagnostik ist für den Arzt wichtig zu wissen, seit wann die Schmerzen bestehen, wie sich der Schmerz anfühlt, welche Beschwerden außerdem bestehen, ob der Patient im Bereich des Bauches vor kurzem operiert wurde, ob die Schmerzen bei Frauen im Zusammenhang mit der Regelblutung auftreten und wo genau sich der Schmerz befindet.
Der Arzt tastet den Bauch des Patienten ab und hört diesen auch mit dem Stethoskop ab. Zusätzlich wird auch eine Ultraschalluntersuchung der Organe durchgeführt. Bei Frauen kann auch eine Vaginalsonografie notwendig werden. Bei dieser Untersuchung wird der Ultraschallkopf nicht nur im Bereich des Bauches angesetzt sondern auch ein speziell geformter Schallkopf durch die Scheide der Frau eingeführt, so dass der Arzt die weiblichen Organe wie Eierstöcke und Gebärmutter untersuchen kann. Auch ein Abstrich kann hier vorgenommen werden. Bei allen Patienten mit Unterleibsschmerzen werden auch Urin, Stuhl und/oder das Blut untersucht. Je nach Untersuchungsergebnis kann auch eine Röntgenaufnahme des Unterbauches notwendig werden. Hatte eine Frau längere Zeit ihre Regelblutung nicht, so wird auch ein Schwangerschaftstest durchgeführt.
Hat ein Patient starke Schmerzen, so können diese mit einem Schmerzmittel gelindert werden. Auch wenn der Patient daraufhin schmerzfrei ist, so können Schmerzmedikamente nicht die Ursache beseitigen.
Verursachen Bakterien eine Entzündung im Unterbauch, so verordnet der Arzt ein Antibiotikum.
Frauen, die immer in Verbindung mit ihrer Menstruationsblutung unter den Unterleibsschmerzen leiden, können pflanzliche Präparate zur Regulierung ihres Zyklus einnehmen. Auch Hausmittel wie z.B. eine warme Wärmflasche auf dem Bauch können hier helfen, die kolikartigen Unterbauchschmerzen zu lindern.
Patientinnen, die unter Unterleibsschmerzen leiden, können auch schwanger sein. Bei starken Schmerzen kann es jedoch auch sein, dass sich das Ei nicht richtig in der Gebärmutter eingenistet hat und so eine Eileiterschwangerschaft entsteht. Die Eizelle muss dann im Rahmen einer Operation entfernt werden, da die Frau im Eileiter kein Baby austragen kann.
Hat der Arzt Steine im Harnleiter als Ursache der Unterleibsschmerzen festgestellt, so können diese je nach Größe zertrümmert oder komplett entfernt werden.
Bei starken Unterleibsschmerzen kann auch eine Operation notwendig werden, bei der der Blinddarm entfernt wird. In anderen Fällen kann ein bösartiger Tumor die Schmerzen verursachen. Auch dieser muss operativ entfernt werden. Anschließend müssen sich die Patienten meist einer Chemo- oder Strahlentherapie unterziehen. Nach Abschluss der akuten Behandlung erfolgt eine Weiterbehandlung in einer Rehabilitationsklinik. Der Patient lernt hier mit seiner Krebserkrankung zu leben und sich wieder fit zu fühlen, sofern der Krebs nicht schon zu weit fortgeschritten ist.
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