5. März 2010
Viele Menschen leiden unter einer inneren Unruhe. Diese kann das Symptom verschiedenster Krankheiten sein.
Wenn ein Mensch unruhig ist, kann er sich "innerlich" unruhig fühlen und/oder dies auch für die Mitmenschen ersichtlich sein. Eine Unruhe zeigt sich durch zitternde Hände, unkontrollierbares Zucken im Bereich der Augen und starkes Schwitzen. Die Betroffenen können sich nur schlecht konzentrieren, da sie nicht soweit zur Ruhe kommen, um sich nur einer bestimmten Sache zu widmen. Zusätzlich bemerken die Patienten auch, dass ihr Herz grundlos rast (unabhängig von Bewegungen).
Unruhe kann auch dann entstehen, wenn sich Kinder oder Erwachsene zu lange im Sommer in der Sonne aufgehalten haben. Sie leiden dann zusätzlich unter Kopfschmerzen, Übelkeit (evtl. mit Erbrechen) und Schwindelgefühlen.
Einige Patienten, die unter Unruhe leiden, sind auch depressiv, haben Verdauungsstörungen und nur wenig Appetit.
Wenn ein Mensch hin und wieder unruhig ist, muss dies meist nicht ärztlich behandelt werden. Entspannungsübungen wie autogenes Training können hier oftmals helfen, um wieder zur Ruhe zu kommen. Tritt die Unruhe kurzfristig aufgrund einer bestimmten Situation (z.B. Prüfung) auf, so kann man auch ein pflanzliches Beruhigungsmittel, das z.B. Baldrian enthält, vorübergehend einnehmen. Auch Sport trägt dazu bei, die innere Unruhe zu besiegen. Zusätzlich helfen auch Wellnessanwendungen wie Massagen oder Bäder mit ätherischen Ölen, um wieder zur Ruhe zu kommen.
Tritt die Unruhe nach einem ausgedehnten Sonnenbad auf, so sollte sich der Betroffene umgehend in den Schatten begeben und ggfs. einen Arzt rufen.
Liegt eine behandlungsbedürftige Unruhe mit weiteren Symptomen vor, so sollte ein Arzt aufgesucht werden. Im ersten Gespräch versucht der Arzt die mögliche Ursache der Unruhe einzugrenzen und fragt den Patienten, wie lange die Beschwerden bereits bestehen, ob Medikamente eingenommen werden und ob der Patient an einer Grunderkrankung leidet. Anschließend untersucht der Arzt den Patienten, misst Blutdruck und Puls, hört das Herz mit dem Stethoskop ab und tastet die Organe im Bauchbereich ab. Zusätzlich wird auch eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane sowie der Schilddrüse durchgeführt und Blut abgenommen. Je nachdem, welche Ergebnisse die Untersuchungen ergeben, können auch weitere Untersuchungen notwendig werden.
Hat die Blutabnahme ergeben, dass der Körper des Patienten zu viele Schilddrüsenhormone bildet, so kann der Arzt Medikamente verordnet, die die Produktion dieser Hormone hemmen. Die Medikamente können meist nur über einen bestimmten Zeitraum eingenommen werden. Danach ist häufig eine Operation notwendig, bei der so viel Gewebe von der Schilddrüse entfernt wird, dass nunmehr genau die richtige Menge an Hormonen produziert wird. Ist eine Operation nicht möglich, so kann der Patient auch durch eine Radiojodtherapie behandelt werden, bei der ein Präparat mit radioaktivem Jod eingenommen wird.
Haben die Untersuchungen eine Erkrankung der Leber ergeben, so ist meist eine Ernährungsumstellung auf Lebensmittel mit vielen Vitaminen und Eiweiß notwendig. Auch auf Alkohol muss verzichtet werden. Ist die Leber unheilbar geschädigt, so helfen diese Maßnahmen jedoch nicht mehr. Die Leber muss dann entfernt und durch ein Spenderorgan ersetzt werden.
Menschen, die aufgrund ihrer Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen unter der Unruhe leiden, müssen eine Entgiftung durchführen. Diese wird meist stationär in einem Krankenhaus gemacht. Der Patient wird dabei rund um die Uhr ärztlich überwacht, bis der Körper vom Alkohol oder der Drogen entgiftet ist. Anschließend ist meist eine mehrmonatige Langzeittherapie notwendig, um nicht wieder rückfällig zu werden.
Haben die Untersuchungen beim Arzt keine Ergebnisse gebracht, so liegt keine körperliche Erkrankung vor. Der Unruhe liegt dann eine psychische Erkrankung zugrunde, die von einem Psychiater oder Psychotherapeuten behandelt werden muss. Dieser führt mit dem Patienten intensive Gespräche entweder alleine oder zusammen mit einer Gruppe gleichgesinnter Patienten.
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