27. Januar 2005
Kinder, die sich nicht austoben können, sind häufig quengelig, schlecht gelaunt, zu dick und unkonzentriert in der Schule.
Die Zahl der übergewichtigen Kleinen hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. 40 bis 60 Prozent der Schulkinder haben Haltungsschäden. Diese Fakten listet die Apothekenzeitschrift BABY und die ersten Lebensjahre auf und zitiert Professor Helmut Altenberger, Sportpädagoge an der Universität Augsburg: „Die gesamte Entwicklung leidet, wenn sich ein Kind nicht ausreichend bewegt.“
Auch eine Untersuchung der Deutschen Sporthochschule Köln an zwölf Grundschulen kam 2002 zu dem Ergebnis, dass sich motorisch fitte Kinder deutlich besser konzentrieren können. Außer dem allgemeinen Bewegungsmangel kritisieren Experten die übertriebene Ängstlichkeit unerfahrener junger Eltern. Sie sollten kleinen Kindern mehr Risiko beim Toben zugestehen.
Nur wer auf einem Mäuerchen balancieren darf, kann sein Gleichgewicht schulen. „Jede erfolgreiche Anstrengung, jedes erreichte Ziel macht ihr Kind selbstsicherer“, ermutigt der Sportpädagoge Altenberger.
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