5. März 2010
Häufiges Träumen am Tag kann das Symptom einer Erkrankung sein. Wie und ob dieses Symptom gelindert werden kann, hängt von der auslösenden Ursache ab.
Besonders Kinder, die tagsüber häufig abwesend sind, stundenlang alleine spielen und Aufforderungen selten beim ersten Mal verstehen, werden als Träumer bezeichnet. Kinder, deren träumen krankhaft ist, schlafen häufig nachts so fest, dass sie noch lange Zeit eine Windel benötigen. Tagsüber können sie sich nur schlecht in Gruppen einfügen und schreien regelmäßig ihre Wut hinaus, wenn etwas nicht so funktioniert, wie sie dies gerne hätten. Die Kinder sind häufig auch auf eine ihnen nahestehende Person fixiert und wollen sämtliche Aktivitäten des Tages nur mit dieser Person erledigen. Kommen die Kinder in die Schule, benötigen sie meist auch für die Hausaufgaben eine Ewigkeit, da sie mit ihren Gedanken immer wieder abdriften und dabei z.B. aus dem Fenster starren.
Patienten, die unter einer Schlafkrankheit, der Narkolepsie, leiden, schlafen tagsüber häufig mitten in einer Tätigkeit für kurze Zeit ein, ohne etwas dagegen unternehmen zu können. Wenige Sekunden vor dem richtigen Einschlafen leiden viele dieser Patienten unter so genannten Wachträumen. Sie träumen hier schreckliche Dinge, die sie nach ihrer Schlafphase nicht richtig einordnen können und häufig nicht mehr wissen, ob es Wirklichkeit oder Traum war.
Kinder, die unter häufigem Träumen leiden, werden meist von einem Kinderarzt behandelt. Zusammen mit den Eltern oder einer anderen Bezugsperson bespricht der Arzt die vorliegenden Fakten, welche Symptome das Kind aufzeigt und wie lange diese bereits bestehen. Der Kinderarzt untersucht das Kind und führt einige Tests durch, um z.B. die Aufmerksamkeit des Kindes feststellen zu können. Konnte der Arzt nach seiner Diagnostik die Diagnose "ADS" stellen, so beginnt eine Therapie erst dann, wenn das Kind unter den Symptomen wie z.B. dem Träumen leidet. Der Arzt klärt die Eltern über die Erkrankung auf und auch Kindergarten oder Schule werden darüber unterrichtet. Sehr bewährt haben sich Sportarten wie z.B. das Reiten, um die Krankheit in den Griff zu bekommen. Einigen Kindern hilft auch eine spezielle Psychotherapie bei einem dafür spezialisierten Therapeuten. Nur selten werden auch Medikamente verordnet.
Schläft ein Patient tagsüber aus unerklärlichen Gründen mehrfach ein, so sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Im Rahmen der Diagnostik überweist der Arzt den Patienten an ein Schlaflabor. Schlaflabore sind eigene Abteilungen in vielen Krankenhäusern. Hier werden Erkrankungen rund um das Thema Schlafen und Träumen diagnostiziert. Der Patient begibt sich –anders als in anderen Krankenhausabteilungen- erst abends dorthin und schläft ein bis zwei Nächte in dem Schlaflabor. Vor dem Einschlafen werden Elektroden am Kopf des Patienten angebracht. Auch Blutdruck und Puls werden während der Nacht regelmäßig gemessen. Zusätzlich werden der Schlafrhythmus, evtl. Atemaussetzer und das Verhalten des Patienten im Schlaf aufgezeichnet. Konnte der Arzt die Diagnose "Narkolepsie" stellen, so gibt es verschiedene Therapieansätze. Der Patient sollte seinen Tagesablauf auf die Krankheit einstellen und regelmäßige Ruhepausen einlegen. Zusätzlich können die Patienten tagsüber auch Medikamente nehmen, um die Schlafphasen zu minimieren.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
21.05.12 | |
![]() | TRäUMEN |
26.04.12 | |
![]() | TRäUMEN |
19.03.12 | |
![]() | TRäUMEN |
12.03.12 | |
![]() | TRäUMEN |
10.03.12 | |
![]() | TRäUMEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Träumen Forum

