18. November 2011
Kortisol ist ein Hormon, das in der Nebenniere jedes Menschen gebildet wird. Ein zu hoher Wert sollte jedoch nicht im Blut vorliegen, da sonst das Immunsystem behindert wird. Aufgrund dieser Wirkung wird Kortisol in der Medizin gern eingesetzt, wenn eine Therapie es erforderlich macht, dass die Abwehrkräfte eine zeit lang unterdrückt werden.
Eine Verhaltensstudie hat nun ermittelt, dass unsere sozialen Bindungen eine wesentliche Rolle dabei spielen, wie viel Kortisol in den Nebennieren gebildet wird. Der Kortisolspiegel von Schülern, die eher in einer Außenseiter-Rolle waren, war höher als bei Schülern, die einen guten Freund oder eine gute Freundin hatten. Wer einen höheren Wert besaß, war zudem oft viel gestresster und allgemein weniger gut in seinen Leistungen. Die Ergebnisse basieren auf der Untersuchung von 97 Kindern in der vierten Klasse. Man untersuchte das allgemeine Klassenklima und nahm auch von jedem Kind regelmäßig eine Speichelprobe zu fünf verschiedenen Zeitpunkten. Es zeigte sich deutlich, dass Kinder, die keine engen Freunde hatten oder sogar regelmäßig gehänselt wurden, immer erhöhte Kortisolwerte hatten.
Die Studie zeigte außerdem, dass bei einer Freundschaft Qualität wichtig ist. Wer nur einen guten Freund oder eine gute Freundin hatte, hatte dennoch einen normalen Kortisolspiegel.
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