Jeder Mensch ist von Zeit zu Zeit Stresssituationen ausgesetzt. Nimmt der Stress jedoch Überhand, kann dies Beschwerden oder Krankheiten zur Folge haben.
Durch die moderne Lebensweise kommt der Mensch kaum noch zur Ruhe. So wird sein Alltag von allerlei Tätigkeiten, Leistungsdruck, Zeitdruck und Hektik bestimmt, was natürlich häufig Stress zur Folge hat.
Während eine gewisse Menge an Stress durchaus normal ist und sogar bei der Motivation hilft, hat zu viel Stress dagegen schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Wichtig ist, die ersten Anzeichen für Stress zu erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Unter Stress versteht man eine ganz normale Reaktion des Körpers auf bestimmte Herausforderungen. So helfen angemessene Belastungen, die den Menschen dazu zwingen, zu handeln, sich körperlich und geistig weiterzuentwickeln.
Wird jedoch das normale Maß an Stress überschritten, befindet sich der Organismus ständig in Alarmbereitschaft, was schädliche Folgen für Körper, Geist und Seele hat. Unterschieden wird daher zwischen gutem Stress (Eustress) und schlechtem, krankhaften Stress (Distress).
Die Gründe für krankmachenden Stress sind vielfältig und hängen nicht zuletzt auch von der individuellen Bewertung ab. Dabei spielen Faktoren wie Erbanlagen, Erziehung sowie der gesundheitliche Zustand eine wichtige Rolle.
Zu den häufigsten Ursachen für negativen Stress gehören vor allem private Probleme, finanzielle Sorgen, Probleme im Beruf, Verlust des Arbeitsplatzes oder Arbeitsplatzwechsel, Isolation, Eintönigkeit, Krankheit, Angstzustände, Überlastung, zu hohe Ansprüche und Erwartungen, Minderwertigkeitsgefühle, Zeitdruck, Hektik, Neid, Unzufriedenheit, körperliche Behinderungen sowie der Tod eines Angehörigen oder Freundes.
Manchmal sind Stresssymptome auch auf gesundheitliche Probleme zurückzuführen. In den meisten Fällen entstehen sie jedoch durch ein unzureichendes Stressmanagement.
Erste Stressanzeichen können sich sowohl physisch als auch psychisch bemerkbar machen. Zu den typischen körperlichen Beschwerden bei einem Übermaß an Stress gehören Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Verstopfung, Kopfschmerzen, Migräne, Energielosigkeit, häufige Erkältungen und Muskelverspannungen.
Typische psychische Stresssymptome sind Nervosität, Unlust, Niedergeschlagenheit, depressive Verstimmungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit und Angespanntheit. Viele Betroffene verspüren zudem ein Gefühl von Machtlosigkeit oder Hoffnungslosigkeit.
Während manche Menschen bei Stress zu viel essen, lassen andere wiederum häufig Mahlzeiten aus. Außerdem erhöht sich oftmals der Konsum von Alkohol, Nikotin oder Medikamenten, die zur Entspannung dienen sollen.
Häufig nehmen die Betroffenen ihre Überforderung nur unzureichend oder gar nicht wahr. Daher ist es ratsam, mit Angehörigen oder guten Freunden zu sprechen und deren Wahrnehmung zu berücksichtigen.
Wer sich gestresst fühlt, sollte sich vor weiterem Kräfteverschleiß schützen und sich Schrittweise aus seiner Überforderung befreien. Dazu ist es wichtig, aus der täglichen Routine auszubrechen und einmal eine Pause einzulegen.
Manchmal helfen schon ein Spaziergang, ein freier Tag, ein gemütliches Wochenende oder ein Kurztrip in eine fremde Stadt, um wieder neue Kraft zu tanken und dem Alltag zu entfliehen. Wichtig ist, solche Pausen regelmäßig einzulegen und sie nicht zu verschieben.
Damit ein Tag nicht zu stressig abläuft, kann es hilfreich sein, einen Tagesplan zu erstellen, in dem man sein tägliches Pensum festlegt. Dabei sollten die Ziele nach ihrer Bedeutung geordnet werden. Auf diese Weise lassen sich unwichtigere Dinge auch auf später verschieben.
Für das Erreichen von Zielen oder Etappenzielen kann man sich ruhig eine Belohnung gönnen, um sich besser zu motivieren. Nach dem Feierabend sollte man auch wirklich Schluss machen und unerledigte Dinge auf den nächsten Tag verschieben.
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