20. März 2005
Von orina
"Stress ist Amerikas Gesundheitsproblem Nummer 1." Diese Überschrift wählte das Amerikanische Stressforschungsinstitut für einen Artikel, indem es hieß, die grösste Gesundheitsgefahr unserer Zeit sei weder Krebs noch Aids. Wie dort aufgeführt wurde, "sollen schätzungsweise 75 bis 90 Prozent aller Besuche beim Arzt mit stressbedingten Problemen zusammenhängen", so auch hier bei uns in Deutschland.
Sicherlich ist es nicht übertrieben zu sagen, dass Stress die Menschen heute von allen Seiten angreift. Nach Informationen des amerikanischen Verbraucherschutzbundes werden Erwachsene in erster Linie durch die Arbeit (39%) und dann durch familiäre Probleme (30%) gestresst. Weitere Stressfaktoren sind Sorge um die Gesundheit (10%), Geldsorgen (9%) und Angst vor internationalen Konflikten und Terrorismus (4%).
Stress ist keineswegs ein rein amerikanisches Phänomen. Gemäß einer britischen Studie aus dem Jahre 2002 waren 2001/2002 über eine halbe Million Briten der Meinung, der Stress am Arbeitsplatz mache krank. Durch Stress am Arbeitsplatz, durch Niedergeschlagenheit oder Angst gehen in Großbritanien jährlich schätzungsweise 13,5 Millionen Arbeitstage verloren.
Im übrigen Europa sieht es nicht weniger düster aus. Nach einem Bericht der Europäischen Argentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz leiden europaweit nachweislich Millionen Arbeitskräfte aller Sparten unter Stress am Arbeitsplatz. In der Europäischen Gemeinschaft macht arbeitsbedingter Stress jedes Jahr rund 41 Millionen Arbeitnehmer krank, so die Studie.
Wie ist die Situation in Ausland? Anlässlich einer Fachtagung in Tokio hieß es in einem Bericht, dass Stress am Arbeitsplatz in vielen Ländern weit verbreitet ist, sowohl in Entwicklungsländern als auch in Industrienationen. Einige ostasiatische Länder, einschließlich China, Korea und Taiwan, wurden zügig industrialisiert und erlebten ein rasches Wirtschaftswachstum. Diese Länder haben heute grosse Probleme mit Stress am Arbeitsplatz und den gesundheitlichen Folgen für die Arbeitnehmer.
Allerdings wissen die meisten auch ohne wissenschaftliche Studien, dass die Menschen heute gestresst sind. Höchstwahrscheinlich kennen viele von uns die Folgen von Stress aus eigener Erfahrung. Was kann Stress anrichten?
Ob jung oder alt, ob am Arbeitsplatz oder in der Schule - Dauerstress kann einen hohen gesundheitlichen Preis fordern. Ein Fachautor für Medizin erklärte dies so: "Die Stressreaktion des Körpers ist in etwa mit einem Flugzeug vor dem Start vergleichbar." Unter Stress beschleunigt sich der Puls und der Blutdruck schnellt in die Höhe. Der Blutzuckerspiegel steigt. Hormone werden freigesetzt. Wenn der Stress zum Dauerzustand wird, werden alle Bestandteile der Stressreaktionskette (Gehirn, Herz, Lungen, Blutgefäße und Muskulatur) entweder chronisch über- oder unterfordert. Mit der Zeit können dadurch körperliche oder psychische Schäden entstehen. Die Liste der Gesundheitsschäden, bei denen Stress möglicherweise eine Rolle spielt, ist erschreckend lang: Herzkrankheiten, Schlaganfall, Immunstörungen, Krebs, Muskel-Skelett-Beschwerden sowie Diabetes, um nur einige zu nennen.
Besonders besorgniserregend ist die destruktive Art, wie viele - vor allem Jugendliche - versuchen, Stress zu bewältigen. So ist es äußerst deprimierend, zu sehen, was Jugendliche alles anstellen, um ihren Kummer zu entfliehen. Sie greifen zu Alkohol und Drogen, schwänzen die Schule, begehen Straftaten, nehmen zu Promiskuität, Aggression und Gewalt Zuflucht oder laufen von zu Hause weg. Damit schaffen sie sich letzten Endes Probleme, die noch erdrückender sind als die, denen sie entkommen wollten. Stress ist eine Realität des modernen Lebens, der man nicht völlig aus dem Weg gehen kann.
Stress reduzieren, aber wie? Folgende Ratschläge sind zu beachten:
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
11.02.12 | |
![]() | STRESS |
09.02.12 | |
![]() | STRESS |
18.01.12 | |
![]() | STRESS |
04.01.12 | |
![]() | STRESS |
27.12.11 | |
![]() | STRESS |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Stress Forum

