4. März 2010
Patienten, die unter einer Stimmlosigkeit leiden, können nur noch flüstern. Dieses Symptom kann unterschiedlich behandelt werden.
Von einer Stimmlosigkeit spricht man dann, wenn der Patient nur mehr ohne Stimme sprechen kann. Somit ist nur noch ein Flüstern möglich. Neben der Stimmlosigkeit kann der Patient auch unter Halsschmerzen und weiteren grippalen Symptomen wie Husten und Schnupfen leiden.
Die Stimmlosigkeit entwickelt sich meist langsam. Tritt sie im Zusammenhang mit einer Erkältung auf, so bemerkt der Patient zuerst meist einen rauen Hals und dann eine heisere Stimme. Der Patient muss sich häufig räuspern und die Stimme kann langsam schlechter werden, bis sie völlig verschwunden ist.
Eine Stimmlosigkeit kann jedoch auch bei anderen Krankheiten auftreten oder die Folge einer Operation sein. Je nach Ursache erlangt der Patient nach wenigen Tagen seine Stimme wieder oder muss den Rest seines Lebens darauf verzichten.
Leidet ein Patient unter Stimmlosigkeit, so kann der Arzt diese nur behandeln, wenn er die zugrunde liegende Krankheit diagnostizieren kann. Dazu fragt er den Patienten, ob weitere Symptome wie Fieber oder Halsschmerzen bestehen, wie lange die Heiserkeit bzw. Stimmlosigkeit bereits andauert, ob der Patient allergisch ist sowie gegen welche Krankheiten er geimpft ist. Auch wenn kürzlich eine Operation erfolgt ist, sollte der Arzt darüber unterrichtet werden.
Der Arzt untersucht den Patienten und leuchtet dabei in den Hals. Auch die Lymphknoten im Halsbereich werden abgetastet, ob diese vergrößert sind. Teilweise entnimmt der Arzt im Rahmen seiner Diagnostik auch einen Abstrich aus dem Hals, der anschließend in einem Labor untersucht wird. Auch eine Blutabnahme kann notwendig werden. Bei schwerwiegenden Verdachtsdiagnosen kann auch eine Endoskopie des Kehlkopfes notwendig werden. Der Kehlkopf kann auch durch eine Röntgenaufnahme differenzierter untersucht werden. Je nach Untersuchungsergebnis kann auch eine Probenentnahme notwendig werden, um eine Krebserkrankung feststellen zu können.
Tritt die Stimmlosigkeit in Verbindung mit einer Erkältung oder einer Grippe auf, so sollte der Patient in jedem Fall die Stimme schonen und nicht sprechen. Auch Flüstern sollte vermieden werden. Um die Stimme so schnell wie möglich wiederzuerlangen, sollte der Patient viel trinken (z.B. Tee), Bonbons lutschen und z.B. mit Salbei gurgeln. Raucher sollten ihrer Stimme zuliebe zumindest während der akuten Erkrankung auf das Rauchen verzichten. Nach wenigen Tagen ist die Stimmlosigkeit dann in der Regel ausgeheilt.
Ist die Stimmlosigkeit die Folge einer bakteriellen Erkrankung, so kann auch die Einnahme eines Antibiotikums notwendig werden.
Haben die Untersuchungen einen bösartigen Tumor im Bereich des Kehlkopfes ergeben, so muss dieser Tumor während einer Operation entfernt werden. Nach der Operation erhält der Patient eine Strahlentherapie. Handelte es sich bereits um einen großen Kehlkopftumor, so muss der Kehlkopf möglicherweise vollständig entfernt werden. Dies hat zur Folge, dass der Patient einen Luftröhrenschnitt benötigt, um weiter atmen zu können. Zusätzlich müssen die Ärzte die Stelle verschließen, an der sich der Kehlkopf befunden hat, so dass geschluckte Nahrung nicht in die Atemwege gelangen kann. Wurde der Kehlkopf entfernt, kann der Patient nicht mehr sprechen. In diesem Fall gibt es die so genannte Speiseröhrenersatzstimme, die der Patient mit Hilfe einer Logopädin mühsam erlernen kann. Sie hört sich zwar anders an als die normale Stimme, dennoch ermöglicht sie dem Patienten wieder Unterhaltungen und die Teilnahme am täglichen Leben.
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