Tipps und Hilfsmittel, um ein Schwitzen unter der Brust zu vermeiden

Viele Frauen kennen das Problem, dass die Schweißdrüsen unter der Brust eine gesteigerte Arbeit verrichten. Dafür müssen die Temperaturen gar nicht einmal sommerliche Höhen erreichen. Vielmehr genügt meist bereits ein etwas dickerer Büstenhalter unter dem vielleicht nicht ganz so dünnen Pullover. Schon transpirieren die Hautporen und hinterlassen damit nicht selten unschöne Flecken auf der Bekleidung.

Das A und O bei diesem Problem ist atmungsaktive Bekleidung

Reizungen der Haut als Problem

Doch nicht alleine die Schweißflecken gelten als lästige Nebenerscheinung. Die feuchte Haut reagiert vielmehr ebenso auf die Reibung am Bustier. Hier kann es bereits nach kurzer Zeit zu einem deutlich spürbaren Juckreiz kommen.

Wird dieser nicht gelindert, sind auch offene Wunden, Ekzeme und weitere Reizungen zu erwarten. Natürlich wirken diese besonders intensiv, wenn die Haut abermals schwitzt und die aggressive Flüssigkeit in das Innere der Entzündungen dringt.

Wichtig ist es daher, das Transpirieren bestmöglich zu vermeiden. Das gelingt über hygienische Artikel ebenso wie über die Wahl der Bekleidung. In einigen Fällen kann aber sogar die Brustform der Betroffenen das Schwitzen hervorrufen.

Atmungsaktive Bekleidung

Allgemein neigen die Hautregionen unter der Brust immer dann zum Transpirieren, wenn sie nicht ausreichend atmen können. Der Luftaustausch wird durch

erschwert. Gerade im Sommer ist es aber wichtig, möglichst lockere und luftdurchlässige Artikel zu tragen.

Diese sollten aus natürlichen Stoffen wie

gefertigt sein. Deutlich schlechter erweisen sich dagegen künstliche Fasern, sofern sie nicht eigens den Zweck erfüllen, die Körperflüssigkeit schneller verdunsten zu lassen.

Solange die Haut unter der Brust frei atmen kann, wird der Schweiß auf natürlichem Wege reguliert; es kommt zu keinen Reizungen oder unangenehmen Folgen. Die Luftzirkulation muss optimal gestaltet werden, um das Problem zu beseitigen.

Hygieneartikel zur Schweißvermeidung

Allerdings kann selbst die beste Bekleidung eine übermäßige Schweißproduktion meist nicht umgehen. Hier helfen nur noch solche Kosmetikprodukte, die der Körperfunktion entgegenwirken.

Deodorants gelten dabei zwar als sehr beliebt, kommen ihrem Zweck aber oft nur für wenige Stunden nach. Auch hier können sich Entzündungen einstellen, wenn die parfümierte Flüssigkeit auf die ohnehin gereizte Haut trifft. Besser wirken dagegen neutrale Pulver, die auf die betroffenen Regionen unter der Brust getupft werden und die dort entstehende Transpiration aufsaugen.

Neben natürlichen Mischungen, die es im Reformhaus oder der Drogerie gibt, lässt sich dafür auch ein mildes Babypulver verwenden. Je weniger künstliche Zusätze dieses aufweist, desto eher kann die Haut regenerieren.

Die straffe Haut als Lösung

Allerdings tritt das Problem der schwitzenden Brust vermehrt bei Frauen auf, die sich in der Phase nach der Schwangerschaft befinden oder die allgemein etwas zu viel Körpergewicht aufweisen. Die Brust wirkt in diesen Fällen schlaff und reibt an der darunterliegenden Haut , es kommt also auf natürlichem Wege zu einem verstärkten Drang des Schwitzens. Es kann sich daher lohnen, auch diese Ursache zu beheben.

Ein leichtes Training der Brust bringt diese meist binnen weniger Wochen in Form und umgeht die körperlichen Gründe für das vermehrte Transpirieren. Ebenso dürfte sich der Einsatz eines Push-up-Büstenhalters empfehlen, sofern dieser aus natürlichen Fasern gefertigt ist und eine Zirkulation der Luft erlaubt.

Schnelle Hilfe bei starkem Schwitzen

Alle genannten Tipps sind geeignet, um das eigentliche Problem der erhöhten Transpiration zu umgehen. Demgegenüber lohnt es sich, auch im akuten Notfall stets zu wissen, was zu tun ist. Hier gilt noch immer das klare Wasser als beste Option, den übermäßigen Schweiß vom Körper zu entfernen. Sind bereits kleine Rötungen oder Wunden entstanden, helfen unparfümierte Heilcremes oder ein in Kamillentee eingelegter Lappen, um die betroffenen Stellen der Haut damit abzutupfen.

Ebenso kann es sich je nach Oberbekleidung lohnen, gänzlich auf eine Bustier zu verzichten und die Ursache des Schwitzens damit zu vermeiden. Erst wenn sich langfristig keine Besserung einstellt, ist der Hautarzt zu konsultieren.

Quellen:

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  • Gerd Herold: Innere Medizin 2019, 2018, ISBN 398146608X
  • Gerd Herold: Innere Medizin 2020, 2019, ISBN 3981466098
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  • Verena Corazza, Renate Daimler, Renate Daimler, Krista Federspiel, Vera Herbst, Kurt Langbein, Hans-Peter Martin, Hans Weiss: Kursbuch Gesundheit: Gesundheit und Wohlbefinden. Symptome und Beschwerden. Krankheiten. Untersuchung und Behandlung, Kiepenheuer&Witsch, 2006, ISBN 3462035932
  • Malte Ludwig: Repetitorium für die Facharztprüfung Innere Medizin: Mit Zugang zur Medizinwelt, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2017, ISBN 3437233165
  • Thorwald Dethlefsen, Ruediger Dahlke: Krankheit als Weg: Deutung und Bedeutung der Krankheitsbilder, Bassermann Verlag, 2008, ISBN 3809423777

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