1. März 2010
Schweißausbrüche können bei verschiedenen Krankheiten auftreten. Häufig sind sie jedoch auch harmlos.
Normalerweise schwitzt der Mensch, um so die Körpertemperatur wieder nach unten zu regulieren. Der Schweiß wird von den vielen Schweißdrüsen, die fast am gesamten Körper verteilt sind, gebildet und hat aufgrund seiner Zusammensetzung eine kühlende Funktion.
Schweiß bildet sich überwiegend in den Händen, auf der Stirn und an den Fußsohlen. Erfolgt der Schweißausbruch, weil der Mensch aufgrund körperlicher Anstrengung schwitzt, so wird der Schweiß überwiegend im Gesicht gebildet. Bekommt ein Patient einen Schweißausbruch, weil er äußerst aufgeregt ist, so produzieren vorwiegend die Schweißdrüsen in den Händen und Fußsohlen Schweiß.
Von krankhaften Schweißausbrüchen spricht man dann, wenn kein Grund für die übermäßige Schweißproduktion erkennbar ist. Der Schweiß läuft dann in Strömen und der Patient ist ständig nassgeschwitzt. Die Patienten leiden dann meist auch psychisch unter ihren Schweißausbrüchen. Sie trauen sich oftmals nicht mehr in die Öffentlichkeit, wechseln mehrmals täglich ihre Kleidung und duschen sich mehrmals am Tag.
Wenn ein Patient unter Schweißausbrüchen leidet, muss der Arzt im Gespräch herausfinden, ob es sich um eine natürliche Schweißproduktion handelt oder ob die Schweißausbrüche krankhaft sind. Dazu fragt er seinen Patienten, wie lange die Beschwerden bereits bestehen, wie häufig die Schweißausbrüche auftreten, ob der Patient Medikamente einnimmt und ob weitere Beschwerden bestehen.
Neben der körperlichen Untersuchung, bei der der Arzt auch Blutdruck und Puls kontrolliert, kann der Arzt mit speziellen Untersuchungen die Schweißmenge des Patienten messen. Zusätzlich kann auch der Bereich diagnostiziert werden, in dem sich der meiste Schweiß bildet.
Im Rahmen der Diagnostik wird auch das Blut des Patienten untersucht. Um eine evtl. Erkrankung an den Organen festzustellen, führt der Arzt auch eine Ultraschalluntersuchung durch. Je nach vermuteter Diagnose können auch weitere Untersuchungen erfolgen.
Um übermäßige Schweißproduktion zu vermeiden, können spezielle Deodorants oder Salben im Bereich der Achselhöhlen angewendet werden. Diese bewirken, dass weniger Schweiß produziert wird und dass der Schweiß weniger riecht.
Auch Salbeitee trägt dazu bei, dass der Patient weniger schwitzt. Der Salbei bewirkt ein Kontrahieren der Schweißdrüsen, so dass diese weniger Schweiß produzieren können.
Egal welche Ursache die Schweißausbrüche haben: Der Patient sollte viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust im Körper wieder auszugleichen. Gesunde Ernährung trägt zusätzlich dazu bei, das Schwitzen zu reduzieren, da übergewichtige Menschen vermehrt schwitzen.
Hat ein Patient hohes Fieber, so kann dieses mit Medikamenten oder Hausmitteln gesenkt werden. Sehr bewährt haben sich dabei die Wadenwickel (lauwarme Tücher, die um die Waden gelegt werden).
Leidet ein Diabetiker unter Schweißausbrüchen, so sollte er seinen Blutzuckerspiegel kontrollieren und ggfs. vermehrt Insulin spritzen, um den Zuckerwert wieder zu normalisieren.
Wenn diese Maßnahmen nichts helfen, erfolgt die ärztliche Behandlung. Der behandelnde Arzt kann dem Patienten spezielle Spritzen geben oder eine Strombehandlung durchführen, wenn keine krankhafte Ursache für die Schweißausbrüche gefunden wurde. Beide Therapien haben zur Folge, dass die Schweißdrüsen weniger Schweiß produzieren.
Helfen die konservativen Therapien nicht, so kann auch eine Operation erfolgen, um die Schweißausbrüche zu behandeln. Dabei werden dem Patienten z.B. an der Stelle, an der er am meisten schwitzt, die Schweißdrüsen entfernt. Neben dieser Methode sind auch weitere operative Eingriffe an den Schweißdrüsen möglich.
Steckt eine Erkrankung hinter den Schweißausbrüchen, so muss diese behandelt werden, um letztlich auch das übermäßige Schwitzen zu therapieren. Produziert der Körper zu viele Schilddrüsenhormone, so kann der Arzt Medikamente verordnen, die diese Überproduktion hemmen. Auch eine operative Entfernung eines Teils der Schilddrüse kann notwendig sein.
Viele Frauen leiden in den Wechseljahren unter starken Schweißausbrüchen. Hier helfen verschiedene pflanzliche Mittel zur Linderung der Beschwerden. Bewirken diese Präparate nicht den gewünschten Erfolg, so kann auch eine Hormonbehandlung erfolgen.
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