
von Willi Wottreng
Freche, haarsträubende und himmeltraurige Geschichten aus der realexistierenden Schweiz sind es, die der Journalist Willi Wottreng in seinem neuesten Buch erzählt. In 21 hart recherchierten Alltags-, Gerichts- und Sozialreportagen berichtet er von sympathischen Tätern und widerständigen Opfern und von einer Schweiz, in der immer noch um Freiheiten gerungen werden muss. Manchmal sind es Geschehnisse, über die der Deckel gehalten werden sollte, manchmal sind es Geschichten am Rand, die übersehen wurden.
Einen bunten Strauss von Rosen mit Dornen und stinkenden Sumpfblüten hat der Autor gebunden: Ein junger Mann verübt einen Banküberfall und will damit nur die Reichen um ihr Geld erleichtern. Biedere Schweizer streiten sich darum, wer in diesem Land der rechtmässige Vertreter des adligen Hubertus-Jagdordens ist. Polizeiliche Ermittlungen in Tanzclubs und beim Milieu führen zu Polizeiprotokollen von umwerfendem Charme. Ein altgedienter Gemeindeschreiber wird zum Medienopfer.
10.05.12 | |
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