15. Februar 2010
Schnupfen ist eines der häufigsten Symptome. In vielen Fällen treten gleichzeitig Erkältungssymptome auf.
Meist treten neben dem Schnupfen auch noch Husten, Halsschmerzen, Heiserkeit, Kopfschmerzen und/oder Fieber auf.
Wenn ein Patient Schnupfen hat, läuft die Nase mehr oder weniger stark oder sie kann auch völlig verstopft sein, so dass der Betroffene kaum durch die Nase atmen kann. Gleichzeitig verliert der Patient auch für die Zeit des akuten Schnupfens seinen Geschmackssinn. Bei starkem Schnupfen schmeckt jedes Essen gleich. Zusätzlich kann der Patient aufgrund der verstopften Nase auch nichts oder fast nichts mehr riechen. Bei einem akuten Schnupfen niest der Patient zudem auch häufig.
Wenn die Nase läuft und der Patient ständig Naseputzen muss, rötet und entzündet sich die Nase. Auch Nasenbluten kann dann entstehen.
Je nach Ursache des Schnupfens können auch die Augen rot sein und tränen.
Schnupfen im Rahmen einer Erkältung muss nur selten ärztlich behandelt werden. Der Volksmund sagt, dass Schnupfen mit ärztlicher Behandlung eine Woche dauert, mit Eigenbehandlung sieben Tage.
Wenn die Nase stark verstopft ist, so können Inhalationen helfen, wieder besser atmen zu können. Zum Inhalieren benötigt man eine Schüssel mit heißem Wasser sowie z.B. Kamillenblüten. Das Einatmen dieses Kamillendampfes bewirkt ein Abschwellen der Nasenschleimhaut, so dass das Atmen durch die Nase wieder leichter fällt.
Vorübergehend kann auch ein Nasenspray oder Nasentropfen verwendet werden, um die Nasenschleimhaut abschwellen zu lassen. Diese Präparate dürfen jedoch nur kurzzeitig angewendet werden. Bei einigen Grunderkrankungen sowie bei Schwangeren oder stillenden Frauen dürfen diese nicht benutzt werden.
Patienten mit Schnupfen sollten in jedem Fall ausreichend trinken. Dies gilt besonders dann, wenn der Schnupfen im Rahmen einer Erkältung auftritt.
Bemerkt der Patient den Schnupfen immer zur gleichen Jahreszeit, immer am gleichen Ort oder auch immer nach Kontakt mit bestimmten Tieren, so sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt fragt den Patienten, wann genau der Schnupfen auftritt und ob der Patient weitere Symptome bemerkt hat. Alles deutet dann auf eine Allergie hin. Um herauszufinden, an welcher Allergie der Patient leidet, führt der Arzt einen Allergietest durch. Dazu werden verschiedene mögliche Allergie auslösende Substanzen als Lösung auf die Haut des Patienten getropft und die jeweilige Hautstelle leicht eingeritzt. Die Substanz gelangt dann unter die Haut und löst eine leichte allergische Reaktion (Rötung) aus, wenn der Patient darauf allergisch ist.
Konnte eine Allergie diagnostiziert werden, so helfen verschiedene Antihistaminika (Medikamente zur Behandlung von allergischen Symptomen) zur Linderung der Symptome. Einige Allergien können langfristig auch durch eine Hyposensibilisierungsbehandlung therapiert werden. Der Vorteil dieser Behandlung ist, dass dadurch die Allergie geheilt werden kann. Nimmt der Patient jedoch Antihistaminika ein, so verringert dies die allergischen Symptome zwar, die Allergie wird jedoch nicht geheilt. Die Hyposensibilisierungsbehandlung dauert meist drei Jahre lang. In dieser Zeit wird der Körper des Patienten langsam an den Allergie auslösenden Stoff gewöhnt, indem die Substanz in minimaler Dosis unter die Haut gespritzt wird. Verträgt der Patient die Anwendung gut, so wird die Dosis langsam gesteigert. Nach erfolgreicher Behandlung reagiert das Immunsystem des Patienten nicht mehr auf den vormals Allergie auslösenden Stoff.
Nicht bei allen Allergien kann eine Hyposensibilisierungsbehandlung durchgeführt werden. Ist eine Behandlung nicht möglich, so sollte der Patient das Allergen (z.B. die Pollen, die Tierhaare) meiden, soweit dies möglich ist. Menschen, die z.B. gegen Katzenhaare allergisch sind, sollten sich demnach von Katzen fernhalten.
Ist der Schnupfen das Symptom einer bakteriellen Krankheit, so verordnet der Arzt ein Antibiotikum.
In seltenen Fällen sind auch anatomische Veränderungen die Ursache für den Schnupfen. In diesem Fall muss eine Operation erfolgen, bei der z.B. gutartige Wucherungen in der Nase entfernt werden.
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