4. Oktober 2007
Wer mit einem Partner lebt, der unter anhaltenden starken Schmerzen leidet, muss lernen, sich nicht übertrieben fürsorglich zu verhalten. Das sagt im Interview mit der Gesundheitszeitschrift "Apotheken Umschau" Prof. Dr. Herta Flor vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim.
Wichtig sei, den Kranken vom Schmerz abzulenken, zu motivieren und gemeinsame Aktivitäten aufzubauen. Der Partner müsse lernen, das Schmerzverhalten zu ignorieren, ohne dem Kranken alle Zuwendung zu streichen. Der Schmerzpatient selbst solle seinem Alltag ein festes Regelwerk von Ritualen geben. Aufstehen, frühstücken, Sport treiben – alles sollte möglichst zu einem festen Zeitpunkt erfolgen, damit der Schmerz die Aktivitäten nicht immer wieder vereitelt.
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