15. Februar 2010
Schmerzen können überall am menschlichen Körper auftreten. Sie können das Symptom einer Vielzahl verschiedener Krankheiten sein.
Jeder Mensch leidet irgendwann in seinem Leben einmal an Schmerzen. Diese können sowohl am Kopf als auch an den Extremitäten oder dem restlichen Körper auftreten. Je nachdem, wo die Schmerzen auftreten, spürt der Patient diese z.B. als ziehend, klopfend, brennend oder drückend. Die Folge dieser Schmerzen kann sein, dass sich der Mensch nicht mehr oder nur unter größten Schmerzen bewegen kann.
Die Schmerzen können begleitet werden von Übelkeit und Erbrechen, von Depressionen, von Angst usw.
Mediziner unterscheiden Schmerzen in akute und chronische Schmerzen. Akute Schmerzen treten plötzlich auf und verschwinden nach einer Therapie wieder. In einigen Fällen kann jedoch keine Heilung erfolgen und die Schmerzen werden chronisch, also länger anhaltend. Der Arzt spricht von chronischen Schmerzen, wenn diese mehr als drei Monate lang bestehen.
Wenn ein Patient über Schmerzen klagt, so ist für den Arzt von entscheidender Bedeutung, wo sich der Schmerz befindet. Danach richtet sich auch, welcher Facharzt für die Behandlung zuständig ist. Hat ein Patient beispielsweise Schmerzen im Bereich des Bauches, so ist der Hausarzt oder der Internist der richtige Ansprechpartner. Hat ein Patient hingegen Schmerzen in den Gelenken, so sollte ein Orthopäde aufgesucht werden. Besonders Nervenschmerzen werden von einem Neurologen behandelt. Erster Ansprechpartner für Babys und Kinder, die unter Schmerzen leiden, ist der Kinderarzt.
Je nachdem, wo sich die Schmerzen befinden, führt der Arzt im Rahmen seiner Diagnostik weitere Untersuchungen wie z.B. eine körperliche Untersuchung, eine Untersuchung des Urins und des Blutes, eine Ultraschalluntersuchung, eine Röntgenaufnahme, eine Magen- und/oder Darmspiegelung und ein EEG (Messung der Hirnströme) durch. Bei einigen Schmerzformen wird der Patient von seinem Arzt gebeten, ein Schmerztagebuch zu führen. Der Patient muss hier immer notieren, wann und bei welcher Tätigkeit er die Schmerzen spürt und welche Intensität diese haben. Die Intensität wird meist als Wert zwischen 0 und 10 angegeben, wobei 10 der stärkste Schmerz ist.
Gegen eine Vielzahl von Schmerzen können Schmerzmittel eingenommen werden. Diese sind teilweise frei verkäuflich in der Apotheke erhältlich oder werden vom behandelnden Arzt verschrieben. Meist beheben diese Medikamente jedoch die Ursache der Schmerzen nicht. Hat der Patient eine bakterielle Erkrankung, die die Schmerzen auslöst, so helfen Antibiotika.
Auch mit Akupunktur können verschiedenartige Schmerzen gelindert oder geheilt werden. Akupunktur wird in mehreren Sitzungen durchgeführt. Jedes Mal sticht der Arzt hauchdünne Nadeln in bestimmte Punkte auf der Haut. Die Nadeln bewirken, dass die Energie des Körpers wieder im Gleichgewicht ist.
Teilweise kann auch eine Operation notwendig werden, um die Schmerzen zu lindern oder zu beheben. Patienten, die unter starken Schmerzen in einem Knie oder im Bereich der Hüfte leiden, benötigen häufig ein künstliches Gelenk, um sich wieder schmerzfrei bewegen zu können. Diese so genannte TEP (Totalendoprothese) wird während einer Routineoperation implantiert. Nach dem Aufenthalt im Akutkrankenhaus findet eine mehrwöchige Anschlussheilbehandlung statt. Hier lernt der Patient mit der Endoprothese umzugehen und sich richtig zu bewegen.
Auch Physiotherapie ist häufig hilfreich zur Behandlung der Schmerzen. Hier kann z.B. eine Massage für Lockerung im Bereich der Muskeln sorgen. Bei einer falschen Körperhaltung als Ursache der Krankheit kann z.B. die Krankengymnastik helfen. Auch Therapien wie Fango oder Bäder können zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt werden.
Besonders bei Patienten mit chronischen Schmerzen wird häufig auch eine psychotherapeutische Behandlung neben der Schmerzbehandlung durchgeführt. Da diese Patienten auch psychisch stark unter ihren Schmerzen leiden, kann eine umfassende Schmerztherapie helfen, das Leiden der Patienten zu lindern und somit das Leben wieder lebenswert zu machen.
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