10. Februar 2010
Schluckauf tritt meist nur kurzzeitig auf. Er kann jedoch auch das Symptom einer schwerwiegenden Erkrankung sein.
Normalerweise verschwindet der Schluckauf nach kurzer Zeit von selbst wieder. Als Schluckauf bezeichnet man das "Hicksen", während sich gleichzeitig das Zwerchfell verkrampft.
Schluckauf kann jedoch auch chronisch sein. Die Patienten leiden dann teilweise jahrelang darunter und "hicksen" dabei sogar im Sekundentakt. Teilweise verschwindet der Schluckauf auch wieder und beginnt nach einiger Zeit von neuem. Der Schluckauf beeinflusst diese Patienten nicht nur im Beruf, er hat auch gesundheitliche Auswirkungen. Durch das häufige "Hicksen" bekommen die Menschen einen Sauerstoffmangel. Da der Schluckauf auch nachts nicht aufhört, leiden die Patienten unter Schlaflosigkeit. Patienten mit chronischem Schluckauf kapseln sich aus Scham immer mehr von ihrer Umwelt ab. Einige Patienten neigen auch zu Selbstmordgedanken.
Normaler Schluckauf tritt hin und wieder auf und verschwindet von selbst wieder. Um das "Hicksen" so schnell wie möglich zu beenden, gibt es diverse Hausmittel. Die Wirksamkeit ist dabei nicht bestätigt, in vielen Fällen funktionieren sie jedoch. Wer an einem akuten Schluckauf leidet, sollte sich ins Gedächtnis rufen, was er am Abend zuvor gegessen hat. Auch die Vorstellung dreier kahlköpfiger Männer kann gegen den Schluckauf helfen. Durch diese Maßnahmen lenkt man sich vom Schluckauf ab und das verkrampfte Zwerchfell kann sich wieder entspannen.
Verschwindet der Schluckauf jedoch nicht von selbst, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser fragt den Patienten, wie lange die Beschwerden bereits bestehen, ob er Medikamente einnimmt und ob weitere Symptome bestehen. Anschließend untersucht der Arzt seinen Patienten und nimmt Blut ab. Je nach vermuteter Ursache können weitere Untersuchungen wie ein EKG, eine Röntgenaufnahme oder eine Ultraschalluntersuchung der Organe notwendig werden.
Wird eine Magenerkrankung vermutet, so führt der Arzt eine Gastroskopie (Magenspiegelung) durch. Mit Hilfe eines Gastroskops (ein Gerät mit langem Schlauch) kann der Magen des nüchternen Patienten untersucht werden. Das Gastroskop wird dabei über den Mund und durch die Speiseröhre eingeführt und bis zum Magen vorgeschoben. Während der Untersuchung kann der Arzt eine feine Zange über das Endoskop einführen und eine Gewebeprobe zur weiteren Untersuchung entnehmen.
Es gibt diverse Medikamente, die chronischen Schluckauf lindern können. Chronischer Schluckauf ist jedoch meist das Symptom einer Krankheit, so dass diese Medikamente nicht die Ursache des Schluckaufs beheben können. Neben der medikamentösen Behandlung kann auch eine Operation den Schluckauf beheben. Hier wird dann ein Eingriff am Zwerchfell vorgenommen.
Verursacht eine Magenerkrankung den Schluckauf, so kann der Arzt entsprechende Medikamente zur Behandlung dieser Krankheit verordnen, so dass sich letztlich auch der Schluckauf bessert.
Auch eine Krebserkrankung kann den Schluckauf verursachen. In diesem Fall muss der bösartige Tumor im Rahmen einer Operation entfernt werden, so dass auch der Schluckauf aufhört. Nach der Operation muss sich der Patient meist einer Strahlen- oder Chemotherapie unterziehen. Nach der Akutbehandlung in einem Krankenhaus erfolgt meist eine mehrwöchige Rehabilitationsbehandlung in einer dafür spezialisierten Fachklinik.
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