10. Februar 2010
Meist sind es Kinder, die vom Schlafwandeln betroffen sind. Es gibt verschiedene Möglichkeit, diese Schlafstörung zu lindern bzw. zu beheben.
Grundsätzlich können Menschen jeder Altersgruppe von dieser Form der Schlafstörung betroffen sein. Meist sind es jedoch Kinder, die wie in Trance nachts umherwandern. Die Patienten stehen in der Regel in der ersten Tiefschlafphase auf und gehen zielstrebig umher. Die Augen der Patienten sind geöffnet, haben jedoch einen starren Ausdruck. Die Patienten gehen z.B. in die Küche und essen eine Orange, ohne vorher die Schale zu entfernen. Andere Patienten wiederum richten sich im Bett nur auf, verlassen dieses aber nicht. In schlimmen Fällen gehen die Betroffenen sogar aus dem Haus auf die Straße hinaus und begeben sich dabei in große Gefahr.
Das Schlafwandeln dauert im Schnitt etwa eine halbe Stunde. Am nächsten Morgen kann sich der Patient daran nicht mehr erinnern. Häufig ist den Betroffenen ihr Schlafwandeln nur dadurch bewusst, dass sie am nächsten Morgen eine Verletzung haben (z.B. durch das Anstoßen an einem Schrank), die sie zuvor noch nicht hatten.
Gefährlich kann das Schlafwandeln auch dann werden, wenn der Patient währenddessen beginnt, ein Essen zu kochen und die Herdplatte nicht wieder abstellt.
Meist sind es die Angehörigen, die den Betroffenen auf das Schlafwandeln aufmerksam machen. Während der Tiefschlafphase, in der der Patient umhergeht, kann er von einer anderen Person nur selten aufgeweckt werden. Schafft man es dennoch, einen Betroffenen während des Schlafwandelns zu wecken, so kennt sich dieser zuerst überhaupt nicht aus und weiß nicht, was er gerade tut. Um diesen Zustand zu vermeiden, kann man den Schlafwandler auch vorsichtig wieder zu seinem Bett begleiten und darauf achten, dass er sich nicht verletzt.
Besonders wenn Kinder Schlafwandeln, so sollte die Haustüre abgeschlossen und der Schlüssel versteckt werden, so dass diese das Haus nicht verlassen können.
Menschen, die schlafwandeln, gehen meist dem Licht entgegen. Es ist also oftmals hilfreich, das Schlafzimmer komplett abzudunkeln und auch im Gang kein Licht brennen zu lassen.
Um zu verhindern, dass ein Patient sich während des Schlafwandelns aus dem Fenster beugt und hinausfällt, können auch Schlösser angebracht werden. Die Fenster können dann abends verschlossen werden.
Gefährliche Gegenstände oder scharfe Kanten sollten entfernt bzw. abgepolstert werden, so dass sich die Verletzungsgefahr für den Patienten möglichst gering hält.
Patienten, die unter dem Schlafwandeln leiden, sollten Entspannungsübungen erlernen und vor dem Schlafengehen anwenden.
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