21. Juni 2010
Von Viola Reinhardt
Gehören Sie auch zu den Menschen, die davon ausgehen, dass es vollkommen egal ist, was man am Abend noch an Nahrung zu sich nimmt? Und zeitgleich immer wieder feststellen muss, dass es mit dem leichten Einschlafen doch reichlich hapert? Dann könnte Ihnen dieser Artikel etwas behilflich sein diese Meinung etwas zu revidieren, denn tatsächlich beeinflussen Lebensmittel mal mehr, mal weniger einen guten und folglich gesunden Schlaf.
Fakt ist, dass fettreiches und deftiges Essen, wie etwa Schweinshaxe oder bestimmte Eintöpfe, nicht gerade dazu angetan sind für einen ruhigen Schlaf zu sorgen. Für die Verdauung bedeuten diese Speisen einen abendlichen Gewaltakt, der sich über Stunden damit beschäftigt, die schweren Mahlzeiten zu verdauen.
Auch blähende Nahrungsmittel verursachen eher einen unruhigen Schlaf als dass sie diesen fördern und sollten somit ebenfalls vom abendlichen Speiseplan gestrichen werden. Demgegenüber gibt es jedoch eine Vielfalt an flüssigen und festen Nahrungsmitteln, die einen erholsamen Schlaf deutlich erleichtern können. Der Klassiker schlechthin unter den schlaffördernden Lebensmitteln ist eine warme Milch mit etwas Honig und einer Prise Zimt. Diese Kombination sorgt dafür, dass das Schlafhormon Melatonin vermehrt ausgeschüttet wird, das einen tiefen Schlaf durchaus fördern kann. Ebenfalls eine gute Wahl für eine letzte Tagesmahlzeit stellen Salate, leichte Suppen, Gerichte mit Geflügel oder Fisch und nicht blähenden Gemüsesorten dar. Bananen oder Cashewnüsse, etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen gegessen, unterstützen ebenfalls aufgrund ihrer Inhaltstoffe den Organismus sich auf den Schlaf einzustellen.
Bei den Getränken wirken Kräutertee, Melissen- oder Baldriantee, sowie eine geringe Menge Bier oder Rotwein als sanfte Einschlafhilfen. Wichtig ist es jedoch darauf zu achten, dass gerade bei der Aufnahme von Alkohol die getrunkene Menge auf ein Glas reduziert bleibt. Der Grund: Trinkt man mehr als ein Glas Wein oder Bier, bewirkt der Alkohol wiederum das Gegenteil dessen, was man eigentlich damit erreichen wollte und wird sich unruhig im Bett hin und her wälzen. Verzichtet man dann noch auf Zitrusfrüchte, Kaffee, koffeinhaltige Limonaden, Schwarztee und sehr zucker- oder salzhaltige Snacks am Abend, wird man rasch feststellen können, dass sich das Einschlafen deutlich leichter gestalten lässt. Letzteres zudem auch dann, wenn man sich etwas mit den Regeln der Schlafhygiene beschäftigt, die gerade bei Schlafstörungen ihren Einsatz finden sollten.
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