Wundern Sie sich, dass Sie trotz einer Ernährungsumstellung noch immer nicht an Gewicht verlieren? Eine aktuelle Studie zeigt, dass zu wenig Schlaf dazu führen kann, dass man tendenziell ungesunde Lebensmittel zu sich nimmt und der Körper die Mahlzeiten als Körperfett speichert, weil er sich in einer Notsituation wähnt.

In einer aktuellen Studie wurden Frauen und Männern vor dem Schlafengehen Fotos mit gesunden und ungesunden Lebensmitteln gezeigt. Anschließend gingen die Probanden schlafen und wurden frühzeitig geweckt. Die Studie ging über mehrere Wochen und ergab, dass die Bilder mit den ungesunden Lebensmitteln nachhaltige Effekte bei Frauen und Männern hatten.
Die Probanden unterlagen einer hohen Tendenz, Heißhunger auf Junk Food zu bekommen. Aufgrund dieser Studie begann die Vermutung der Forscher zu wachsen, dass ein Schlafdefizit zu einem gesunden Essverhalten führt und dieses unterstützt.
Es kam zu einer weiteren Studie, in der Männer und Frauen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren für eine Woche erneut unter Beobachtung gestellt wurden. Alle Probanden besaßen ein normales Gewicht und wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe konnte nur vier Stunden lang schlafen, die andere Gruppe konnte doppelt so lange schlafen. Am Morgen konnte jeder aus den beiden Gruppen essen, was er wollte.
Bereits nach wenigen Tagen stellte sich heraus, dass die Gruppe mit den vier Stunden Schlaf wesentlich mehr Kalorien zu sich nahm als die Probanden der anderen Gruppe. Wieder wurden den Probanden Bilder von gesunden und ungesunden Lebensmitteln gezeigt. Die Probanden der Vier-Stunden-Gruppe wurden befragt, was die Bilder in ihnen auslösen. Sie antworteten überwiegend, dass die gesunden Lebensmittel kaum einen besonderen Reiz in ihnen auslösten. Die ungesunden Lebensmittel dagegen aktivierten im Gehirn das Gefühl, dass es sich beim Genuss dieser Lebensmittel um eine Belohnung für die Schlafentbehrung handelt.
Die Erklärung für diese Entwicklung ist bisher noch nicht gefunden. Klar ist jedoch, dass die ungesunden Lebensmittel meist mit einer starken Werbekampagne beworben werden. Diese Stärke und Freiheit wünschen sich die Probanden unter Schlafenzug. Das Bedürfnis nach ungesunden Lebensmitteln ist demnach mit dem Wunsch verbunden, die aktuelle Situation durch die Entscheidung für die "starken und Freiheit bringenden" Lebensmittel zu verbessern.
Um diese Entwicklung bei sich zu unterbinden, empfiehlt es sich für ausreichenden und regelmäßigen Schlaf zu sorgen. Sollten Sie bereits Tendenzen an Übergewicht besitzen, dann beginnen Sie neben der Änderung Ihres Ernährungsplanes damit, auch Ihr Schlafverhalten zu betrachten und für mehr Schlaf zu sorgen.
Hierbei ist es auch wichtig, dass Sie für einen ungestörten Schlaf sorgen. Helfen Sie Ihrem Gehirn und sehen Sie eine Stunde vor dem zu Bett gehen keine Werbung, weder im Fernsehen noch in Zeitschriften. Lesen Sie ein Buch oder unterhalten Sie sich vor dem zu Bett gehen mit Ihrem Partner und bringen Sie Ihr Gehirn somit auf andere Gedanken.
Falls Sie den Ernährungsplan nicht selbst aufstellen können, bitten Sie Ihren Arzt oder fragen Sie einen Personal Trainer um Rat. Es ist wichtig, dass Sie sich Ihrer körperlichen Situation bewusst werden und sich keinen Tag länger mit Ihrem Übergewicht abfinden. Werden Sie aktiv, sorgen Sie für ausreichenden Schlaf und einer Verbesserung Ihrer Ernährung und Sie werden mindestens die Erfahrung machen, dass Sie nicht weiter an Gewicht zunehmen.
Schlaf ist die beste Medizin bei Erkrankungen oder wenn es darum geht, seine Fähigkeiten zu vertiefen. Im Schlaf regenerieren sich die Zellen des Körpers und die Gehirnzellen. Auch wenn Sie nicht übergewichtig sind, wird es Ihnen helfen, wenn Sie Ihre Schlafgewohnheiten prüfen und dafür sorgen, dass Sie mindestens sechs bis sieben Stunden schlafen können.
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