13. Februar 2012
Von Andreas Hadel
Auch wenn es in der Jugend als eine regelrechte Leistung gilt, wenig Schlaf zu brauchen und die Nächte durchtanzen oder durcharbeiten zu können, so bedeutet dies spätestens ab Anfang 30 eine Gefahr für das Wohlbefinden.

Mangelnder Schlaf kann viele Folgen auslösen: man ist weniger belastbar, die Regenerationsphase des Körpers kann nicht ausgeschöpft werden, man fühlt sich ausgemergelt und sieht auch so aus. Man kann in Folge von zu wenig Schlaf immer schwerer einschlafen und durchschlafen, das Leistungsvermögen des Gehirns nimmt ab, die gute Laune sinkt mit jedem Tag, Gefühle von Angst und Traurigkeit stellen sich ein.
Es ist sehr wichtig, dem Körper ausreichend Schlaf zu ermöglichen. Dabei ist es wesentlich, dass Sie die Tiefschlafphase erreichen und regelmäßig 6-8 Stunden schlafen können. Arbeiten Sie nicht bis zum Umfallen und nehmen Sie sich Zeit zwischen Arbeiten und zu Bettgehen ein Buch lesen zu können oder ein Bad zu nehmen. Schenken Sie Ihrem Körper Ruhe und Entspannung, bevor Sie ins Bett gehen und schreiben Sie nicht noch im Bett Emails oder telefonieren Sie mit einem Arbeitskollegen bis spät in die Nacht. Wer bis spät abends am PC arbeitet hat das Problem, dass er durch das künstliche Licht des Monitors schlechter einschlafen wird.
Weitere Gründe, warum Sie nicht einschlafen können, sind das Trinken von Kaffee oder schwarzem Tee vor dem Zu Bettgehen oder das Trinken von zu viel Alkohol. Wenn Sie mehr als drei Nächte schwer einschlafen oder nicht durchschlafen können, dann wenden Sie sich dem Thema zu und verbessern Sie Ihr Einschlaf- und Schlafverhalten. Durch das Trinken von Kirschsaft können Sie beispielsweise besser einschlafen. In Kirschsaft ist das Hormon Melatonin enthalten, das zur Verbesserung des Einschlafens beiträgt. Zwei Gläser Kirschsaft pro Tag können das Einschlafen verbessern.
Weitere Krankheitsbilder, die durch zu wenig Schlaf ausgelöst werden können, sind der Anstieg des Herzinfarktrisikos, eine Insulinresistenz, die mit der Zeit zum Ausbruch der Diabetes-Erkrankung führt, das Auftreten von Halluzinationen. Zu wenig Schlaf kann zudem dazu führen, dass dauerhafte chemische Veränderungen im Gehirn eintreten und zu chronischen Depressionen führen.
Schlaf ist neben der Ernährung einer der wichtigsten Bausteine eines gesunden Lebens. Bei zu wenig Schlaf wird das Immunsystem mit der Zeit geschwächt und angreifbar.
Wenn man drei Nächte nicht schlafen konnte, wird es schwer, das Schlafdefizit in den folgenden Tagen auszugleichen ohne weiterhin ein Defizit hervorzurufen. Das nachholen von Schlaf ist nach drei Tagen Schlaflosigkeit fast unmöglich. Schreiten Sie daher nach zwei, spätestens drei schlaflosen Tagen schnellstmöglich zur Tat, finden Sie den Grund der Schlaflosigkeit oder suchen Sie Ihren Arzt auf und bitten ihn um Rat.
Unterschätzen Sie das Thema Schlaf nicht. Schaffen Sie sich Erholungsinseln am Tag und halten Sie sich daran, regelmäßig zu schlafen. Ein gesunder Körper und agiler Geist sind die Folge.
Falls Sie Ihr Partner während des Schlafens durch Schnarchen oder ständiges Umdrehen stört, dann reden Sie mit Ihm und versuchen Sie eine Lösung zu finden. Es ist nicht schlimm, wenn Sie sich für getrennte Betten entscheiden. Wichtig ist, dass Sie ausreichend Schlaf bekommen und nichts aushalten, was Sie ändern können und sollten. Für Schnarchende und deren Partner gibt es mittlerweile gute Bücher, um zu lernen, wie man mit dem Schnarchen umgeht und lernen kann es zu verringern.
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