15. Juni 2009
Chronische Rückenschmerzen werden vom Orthopäden oder auch Physiotherapeuten behandelt, so lautet die weit verbreitete Annahme. Nur selten kommen die Betroffenen von Rückenschmerzen auf die Idee damit zu ihrem Zahnarzt zu gehen. Was sich etwas merkwürdig anhört, hat jedoch einen plausiblen Grund, denn gerade Beschwerden im Rücken und Nacken können von einer Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion herrühren.
Diese Dysfunktion steht für eine große Anzahl an unterschiedlichen Symptomen und beinhaltet biochemische, strukturelle, funktionelle und auch psychische Fehlregulationen der Muskel- oder Kiefergelenkfunktion. Auslöser für derartige Beschwerden können in Depressionen, Stress, Schlafstörungen und auch in einem nächtlichen Zähneknirschen liegen. So vielfältig die Ursachen sein können, so vielfältig sind auch die Symptome: Migräne, Tinnitus, Schwindel, Spannungskopfschmerzen und eben auch Schmerzen im Rücken und der Nackenregion sind hierbei die am häufigsten Auswirkungen.
Da die Kaumuskulatur ebenfalls mit weiteren Muskeln verbunden ist, kann sie deshalb tatsächlich dafür verantwortlich sein, dass es zu einer Fehlstellung des Beckens, der Wirbelsäule oder auch zu Bandscheibenschäden kommt. Wird der Mundraum nun saniert und die Kiefergelenke korrigiert, zeigt sich sehr oft, dass bereits nach kurzer Zeit die einstigen Symptome verschwunden sind. Leidet man unter oben genannten Beschwerden, ist es deshalb empfehlenswert ebenfalls den Zahnarzt aufzusuchen und feststellen zu lassen, ob es am Kauapparat liegen kann.
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