Eine Ohnmacht ist ein ernstzunehmendes Symptom. In der Regel erwachen die Patienten nach kurzer Zeit von selbst wieder.
Ohnmächtige Patienten sind nicht ansprechbar, da sie nicht bei Bewusstsein sind. Wenn der Betroffene während einer Bewegung ohnmächtig wird, kann auch ein Sturz die Folge sein. In der Regel wachen die Patienten jedoch nach kurzer Zeit wieder auf.
Bei schweren Erkrankungen kann die Ohnmacht jedoch auch in ein Koma übergehen, das dann für den Patienten lebensgefährlich werden kann.
Im Gegensatz zum Koma ist die Ohnmacht jedoch nicht lebensbedrohlich. In jedem Fall sollte sie jedoch ärztlich abgeklärt werden, da manchmal lebensbedrohliche Krankheiten die Ursache sind.
Wenn ein Patient ohnmächtig ist, sollten Begleitpersonen ihn ansprechen und versuchen aufzuwecken. Der Betroffene sollte während der Ohnmacht in die stabile Seitenlage gebracht und gegebenenfalls beatmet werden.
Begleitpersonen des Patienten sollten bis zur Wiedererlangung des Bewusstseins bzw. bis zum Eintreffen des Notarztes regelmäßig prüfen, ob der Patient noch gleichmäßig atmet und ob der Puls noch zu fühlen ist.
Der Patient sollte sich bei Wiedererlangung des Bewusstseins umgehend zu einem Arzt begeben. Der Arzt fragt den Patienten und seine Begleitung wie lange die Ohnmacht andauerte, ob der Patient dabei gestürzt sei, in welcher Situation die Ohnmacht auftrat, ob Vorerkrankungen bestünden und ob der Patient Medikamente einnehme.
Um die Ursache der Ohnmacht herauszufinden, führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch und misst Blutdruck und Puls. Um Herzerkrankungen ausschließen zu können, wird auch ein EKG geschrieben. Auch die Reflexe werden durch den Arzt geprüft.
In jedem Fall erfolgt auch eine Blutuntersuchung. Je nach Ergebnis folgen weitere Untersuchungen wie eine Computertomografie, eine Röntgenaufnahme, eine Ultraschalluntersuchung usw.
Je nach Art der Grunderkrankung, die die Ohnmacht ausgelöst hat, muss diese nun auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt werden. So kann es zum Beispiel notwendig werden, einem Diabetiker einen Traubenzucker und anschließend Insulin zu verabreichen, sodass sich der Zuckerspiegel im Blut wieder normalisiert.
Ist eine schwere Nierenerkrankung die Ursache der Ohnmacht, so muss der Patient an die Dialyse angeschlossen werden. Nehmen die Nieren ihre Arbeit nicht wieder auf, kann eine Nierentransplantation notwendig werden, bei der der Patient das Organ eines Spenders erhält.
Hat ein Patient im Rahmen einer Operation oder durch eine Verletzung große Mengen Blut verloren, so kann auch eine Bluttransfusion notwendig werden, um den Patienten aus der Ohnmacht zu erwecken.
Besonders bei Herzerkrankungen kann auch eine Reanimation durchgeführt werden, wenn das Herz zu schlagen aufgehört hat.
Ist ein Patient aufgrund hoher Sonneneinstrahlung ohnmächtig geworden, so sollte dieser neben den genannten Maßnahmen unbedingt in den Schatten gebracht und gekühlt werden.
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