13. Januar 2010
Das Niesen gehört zu den normalen Reflexen des menschlichen Körpers. Es kann jedoch auch das Symptom einer Krankheit sein.
Der Mensch niest automatisch, wenn sich Schmutz in der Nase befindet. Die Nase wird durch das Niesen somit wieder gereinigt. Während des Niesens hat der Mensch die Augen geschlossen.
Das Niesen kann jedoch auch im Zusammenhang mit Erkältungskrankheiten auftreten. Der Patient niest dann häufig mehrmals hintereinander und dies den ganzen Tag über. Zusätzlich entwickelt sich meist ein Schnupfen, der Patient hat Halsschmerzen, leichtes Fieber, Kopfschmerzen und Husten. Hat der Patient eine schwere Grippe, so kann auch hohes Fieber bestehen. Wenn der Patient Schnupfen hat, so kann dies auch den Geruchs- und Geschmackssinn beeinflussen.
Unabhängig von einer Erkältung können Niesattacken auch bei einer Allergie auftreten. Neben diesem häufigen Niesen bemerken die Patienten dann eine laufende Nase, rote und verquollene Augen, eine verstopfte Nase, Halsschmerzen, eine juckende Nase und/oder Atemnot. Die Patienten bemerken die Niesattacken dann beim Kontakt mit Tieren, Gräsern oder anderen Stoffen.
Tritt das Niesen im normalen Alltag auf, so muss keine ärztliche Behandlung erfolgen. Dieser Reflex ist für den Menschen überlebenswichtig, um die Nasenschleimhaut zu reinigen.
Niesen in Verbindung mit einer Erkältung muss auch nicht zwingend behandelt werden. Oftmals helfen hier Hausmittel wie Inhalieren, ausreichend trinken und Bettruhe. Wenn der Patient dies als angenehm empfindet, können auch Wadenwickel das Fieber senken. Der Geruchs- und Geschmackssinn kommt automatisch wieder, wenn der Schnupfen abgeklungen ist.
Leidet ein Patient hingegen unter Niesen unabhängig von einer Erkältung und dem natürlichen Reflex, so sollte dies ärztlich abgeklärt werden. In vielen Fällen steckt eine Allergie dahinter. Der Arzt befragt seinen Patienten, wann die Niesattacken immer auftreten. Für den Arzt ist wichtig zu wissen, ob sich der Patient zum Beispiel in der Nähe von Tieren befunden hat und ob bestimmte Dinge gegessen oder auch eingeatmet wurden. Im Rahmen der Diagnostik führt der Arzt einen Allergietest durch. Im Gespräch mit dem Patienten konnte der behandelnde Arzt bereits einige so genannte Allergene eingrenzen, die für die Allergie verantwortlich sein können. Die Lösungen dieser Stoffe werden auf den Unterarm des Patienten getropft und anschließend durch leichtes Einritzen der Haut in den Körper gebracht. Ist der Patient nun allergisch auf einen oder mehrere dieser Stoffe, so rötet sich die entsprechende Hautstelle.
Gegen die typischen Allergiesymptome kann der Arzt Medikamente wie zum Beispiel Antihistaminika (Medikamente zur Behandlung von Allergien) verordnen. Sobald der Patient jedoch wieder mit seinem Allergie auslösenden Stoff in Kontakt kommt, leidet er wieder unter den genannten Symptomen.
Gegen einige Allergien kann eine so genannte Hyposensibilisierungsbehandlung durchgeführt werden. Diese Behandlung erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa drei Jahren. Während dieser Zeit muss der Patient regelmäßig zum Arzt. Er erhält dort minimale Dosen seines Allergie auslösenden Stoffes unter die Haut gespritzt. Die Dosis wird von Behandlung zu Behandlung gesteigert, wenn der Patient diese gut verträgt. Nach Abschluss der Behandlung hat sich der Körper an den Stoff gewöhnt und reagiert nicht mehr mit allergischen Symptomen darauf.
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