2. März 2010
Wer seinen Muskelkater für den Beweis eines besonders erfolgreichen Trainings hält, irrt sich. Der Schmerz rührt von winzigen Rissen im Muskelgewebe her und bedeutet lediglich, dass man den Körper zu stark belastet hat, so die "Apotheken Umschau".
Professor Hans-Joachim Appell von der Sporthochschule Köln empfiehlt statt Überanstrengung, ein Training, das die Intensität und den Umfang der Leistung langsam steigert. Damit erreicht man eine viel bessere, körperliche Fitness als mit zu hohen Sportzielen. Leider hilft auch das beliebte Dehnen vor dem Training nicht gegen einen Muskelkater. Ob das Risiko für Sportverletzungen durch das Dehnen reduziert wird, ist übrigens ebenfalls umstriten.
Wenn man den Muskelkater bereits hat, hilft nur eins: Abwarten und schonen. Sauna, warme Bäder, heisse Duschen oder Massagen haben laut dem Sportprofessor nur einen „kaum messbaren“ Einfluss auf den Schmerz. Weiter trainieren trotzt Muskelkater hält Appel für unsinnig. Höchstens leichte Gymnastik wäre angebracht, noch besser wäre jedoch eine Pause bis der Kater wieder weg ist.
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