19. Mai 2010
Es ist eine bahnbrechende Erkenntnis, die Mediziner in Japan nun der Öffentlichkeit präsentieren. Bislang wurden Menschen, die einen unangenehmen Mundgeruch hatten, von ihrem Umfeld angeekelt und abwertend betrachtet. Man fragt sich, warum der Mensch sich nicht besser die Zähne putzt.
Das Forschungsteam der Zahnärzte aus Japan sagt nun aber: Die tägliche Mundhygiene trägt nur bedingt dazu bei, ob und wie stark der Geruch ist. Wie wir aus dem Mund riechen wird hauptsächlich von den Bakterien bestimmt, die auf der Zunge leben. Bislang dachte man, der Geruch ist abhängig von der Anzahl der dort siedelnden Baktieren. Wer viel Mundpflege betreibt, kann demnach den Geruch auch bekämpfen.
Die Untersuchung von 240 Patienten mit dem Problem ergab aber etwas anderes. Offenbar hängt der Geruch davon ab, welche Bakterien im Mund zusammenwirken. Nicht die Konzentration, sondern die Zusammensetzung der einzelnen Bakterienarten ist wichtig und die entscheidet sich häufig schon im Mutterleib. Mit Zähneputzen und Mundwassern kann man das Problem demnach nur in Maßen bekämpfen.
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