Mundgeruch kann auch auf eine Krankheit hinweisen. Tritt Mundgeruch unabhängig vom Essen auf, so sollte dies bei einem Arzt abgeklärt werden.
Mundgeruch tritt meistens nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel auf. Dazu zählen zum Beispiel Zwiebeln, Rettich oder auch Knoblauch. Auch morgens nach dem Aufstehen riechen viele Menschen unangenehm aus dem Mund.
Mundgeruch tritt auch bei ungepflegten Zähnen auf. Diese Personen verströmen dann einen fauligen Mundgeruch. Unabhängig davon kann Mundgeruch auch das Symptom einer Krankheit sein. Die Patienten selbst bemerken dabei häufig gar nicht, dass sie unangenehm aus dem Mund riechen. Erst im Gespräch mit einer anderen Person werden sie darauf aufmerksam gemacht.
Der Atem kann dann wie faulige Äpfel riechen und wird als Azetongeruch bezeichnet. Bei anderen Krankheiten wiederum riechen die Patienten süßlich aus dem Mund. Auch nach Urin oder Ammoniak kann ein Mensch riechen.
Wenn man auf Mundgeruch aufmerksam wird, der unabhängig vom Essen und auch nicht morgens nach dem Aufstehen vorkommt, sollte man sich an einen Arzt wenden. Dieser kann anhand des Geruches bereits meist auf eine Erkrankung tippen.
Um diesen Diagnosenverdacht zu sichern, werden eine körperliche Untersuchung durchgeführt, Puls und Blutdruck gemessen, Urin und Blut untersucht sowie eine Ultraschalluntersuchung gemacht.
Je nach Ergebnis können auch weitere Untersuchungen notwendig werden. Dazu zählen zum Beispiel eine Computertomografie, eine Röntgenaufnahme oder auch eine Magenspiegelung. Bei der Magenspiegelung wird dem Patienten ein langer Schlauch durch den Mund und die Speiseröhre bis in den Magen eingeführt. Am Ende des Schlauches befindet sich eine Lichtquelle, so dass der Arzt den Magen genau untersuchen kann.
Mit Hilfe einer feinen Zange können während dieser Untersuchung auch Gewebeproben entnommen werden. Diese werden anschließend im Labor auf Krebszellen und Bakterien untersucht.
Sind die Blutzuckerwerte auffällig, so wird der Blutzuckerspiegel im Rahmen des so genannten Blutzuckertagesprofils mehrmals über den Tag verteilt vor und nach dem Essen gemessen. Ergeben sich zu hohe Blutzuckerwerte, so muss der Patient Tabletten einnehmen oder Insulin spritzen, um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken.
Hat der Patient eine bakterielle Erkrankung, so verordnet der Arzt ein Antibiotikum. Nach Abklingen der Krankheit verschwindet auch der Mundgeruch wieder.
Wenn schwere Organerkrankungen die Ursache des Mundgeruches sind, müssen diese behandelt werden. Je nach Art der zugrunde liegenden Krankheit kann die Organfunktion durch Medikamente wieder hergestellt werden.
Bei einem Nierenversagen müssen Apparate die Funktion der Nieren übernehmen. Der Patient muss dann zur Blutwäsche (Dialyse). In einigen Fällen müssen die Organe auch durch ein Spenderorgan ersetzt werden, damit der Patient weiterleben kann.
Hat der Patient eine Krebserkrankung, muss der bösartige Tumor entfernt werden, damit auch der Mundgeruch wieder verschwindet. Nach der operativen Entfernung erhält der Patient meist eine Strahlen- oder Chemotherapie.
Einige Tumorarten werden vor der Operation bereits bestrahlt und erst dann operativ entfernt. Dies wird meist dann durchgeführt, wenn es sich um einen großen Tumor handelt, der sonst nicht komplett operativ entfernt werden könnte.
Schlechte Zähne müssen von einem Zahnarzt behandelt werden. Dieser entfernt die kariösen Stellen an den Zähnen. Auch eine professionelle Zahnreinigung hilft, die Bakterien, die für den Mundgeruch verantwortlich sind, zu entfernen.
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Das Fachbuch Halitosis von Andreas Filippi zu dem Thema Mundgeruch.

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