14. Dezember 2009
Müdigkeit betrifft jeden Menschen hin und wieder. In seltenen Fällen kann diese Müdigkeit auch das Symptom einer Krankheit sein.
Der Mensch fühlt sich müde, wenn er zu wenig oder schlecht geschlafen hat. Nach körperlicher Anstrengung fühlen sich viele Menschen ebenfalls müde. Gleiches gilt jedoch auch, wenn man überhaupt nichts tut und sich langweilt.
Je nach Ursache der Müdigkeit ist der Mensch ständig müde oder er wird nach körperlicher oder geistiger Anstrengung schnell müde.
Eine krankhafte Müdigkeit liegt dann vor, wenn diese unabhängig vom Schlafverhalten und der körperlichen Betätigung des Betroffenen auftritt. Einige Menschen schlafen plötzlich tief und fest ein, ohne dies kontrollieren oder beeinflussen zu können. Andere wiederum sind durch ihre Müdigkeit in ihrem Alltag derart eingeschränkt, dass sie keine Leistung bringen können und sämtliche Arbeit liegen bleibt.
Normalerweise muss die Müdigkeit nicht behandelt werden. Ausreichend Schlaf und/oder früh ins Bett gehen reichen meist aus, um sich wieder frisch und fit zu fühlen. Zu langes Schlafen sollte jedoch vermieden werden. Am besten für den Körper ist ein gleich bleibender Rhythmus. Man sollte also immer zu einer ähnlichen Zeit schlafen gehen und wieder aufstehen. Wie viel Schlaf der Mensch benötigt, ist dabei individuell verschieden. Einigen Menschen reichen wenige Stunden Schlaf, andere benötigen mehr. Auch die Einschlafzeit ist völlig unterschiedlich. Der eine Mensch ist Frühaufsteher und geht dafür auch lieber abends wieder früher ins Bett, der andere geht abends später und schläft dafür morgens länger. Soweit möglich, sollte man hier auf seinen eigenen Körper hören.
Gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen und Ballaststoffen trägt ebenfalls dazu bei, etwas gegen die Müdigkeit zu unternehmen. Wichtig ist auch auf ausreichendes Trinken zu achten. Kaffee und schwarzer Tee sollten dabei nur mäßig getrunken werden. Zusätzlich helfen auch frische Luft und Bewegung.
Um den Kreislauf morgens anzukurbeln, hilft auch abwechselndes kaltes und warmes Duschen (Wechselduschen). Wichtig ist dabei, dass das Duschen mit kaltem Wasser beendet wird.
Besteht eine krankhafte Müdigkeit, muss diese von einem Arzt abgeklärt werden. Da die Müdigkeit das Symptom einer Vielzahl verschiedener Krankheiten sein kann, erfolgt eine umfassende Untersuchung. Der Arzt hört das Herz des Patienten ab, tastet den Bauch ab, misst den Blutdruck und untersucht Urin und Blut. Je nach Untersuchungsergebnis werden weitere Untersuchungen wie eine Röntgenuntersuchung, eine Computertomografie oder ein EEG (Messung der Hirnströme) durchgeführt.
Häufig hilft auch eine Nacht im Schlaflabor, um eine Diagnose stellen zu können. Schlaflabore gibt es in vielen Krankenhäusern. Der Patient findet sich dort abends ein und wird vor dem Einschlafen mit Elektroden an einen Monitor angeschlossen. Dieser zeichnet das gesamte Schlafverhalten auf. Der Arzt kann so feststellen, ob der Patient während des Schlafens gleichmäßig atmet, wie hoch Blutdruck und Puls sind, ob der Patient Atemaussetzer hat, ob er unruhig schläft usw.
Je nach diagnostizierter Krankheit kann der Arzt Schlafmittel verschreiben, die der Patient kurzzeitig einnehmen kann. Auch die Einnahme von Eisenpräparaten kann die Müdigkeit bessern. Wenn ein Patient Diabetes hat, muss er seinen Blutzuckerspiegel kontrollieren und meist dazu Tabletten einnehmen oder Insulin spritzen. Liegt eine Schilddrüsenerkrankung vor, so verordnet der Arzt Schilddrüsenhormone.
Patienten fühlen sich jedoch auch äußerst müde, wenn sich im Körper ein bösartiger Tumor gebildet hat. Dieser muss meist operativ entfernt werden, um den Patienten von seinem Krebsleiden und letztlich auch von der Müdigkeit zu heilen. Nach der Operation erfolgt in der Regel eine mehrwöchige oder mehrmonatige Chemo- oder Strahlentherapie.
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