10. Oktober 2011
Unter Kribbeln versteht man einen Sinneseindruck, zu dem es aus unterschiedlichen Gründen kommen kann. In manchen Fällen ist Kribbeln aber auch Symptom einer Krankheit.
Spricht man von Kribbeln, ist damit meist eine Art Kitzeln im Körper gemeint. Situationen, die ein kribbelndes Gefühl hervorrufen können, gibt es viele. Dazu gehören vor allem Aufregung, Angst, Glück oder Euphorie. Manchmal kribbelt es in den Armen oder Beinen, wenn diese eingeschlafen sind. Ständiges Kribbeln kann aber auch auf eine Erkrankung hindeuten.
Beim Kribbeln handelt es sich um eine Empfindung an der Oberfläche des Körpers. Die Weiterleitung des Gefühls an das Gehirn erfolgt über sensible Nervenenden in der Haut, wobei sich kein äußerer Reiz erkennen lässt. Ist das Kribbeln unangenehm und Symptom einer Krankheit, entsteht es aufgrund von krankhaften Reizen, was auf eine Schädigung der Nerven in dem Körperbereich, in dem die Missempfindung auftritt, zurückgehen kann. In diesem Fall liegt eine Überaktivität der Nervenbahnen vor.
Zu Kribbeln kann es an den verschiedensten Hautstellen kommen. Dazu gehören vor allem Füße, Zehen, Hände, Finger, Kopf und Gesicht. Darüber hinaus sind auch Juckreiz sowie ein stechendes oder ziehendes Gefühl möglich. Manchmal fühlt sich das Kribbeln elektrisierend oder brennend an. Im weiteren Verlauf treten oftmals Taubheitsgefühle auf. Zu Taubheitsgefühlen kommt es zumeist an den Armen, den Beinen oder im Gesicht. Fast jeder Mensch kennt das Gefühl eines eingeschlafenes Arms oder Beins. Dieses Gefühl ist jedoch harmlos und entsteht durch Druck auf die Nerven. Sowie die Gliedmaße wieder bewegt wird, verschwindet die Missempfindung. Treten Taubheitsgefühle jedoch auf einer ganzen Körperseite auf, ist dies oft ein Alarmsignal für eine Erkrankung. Sogar ein Schlaganfall ist im Bereich des Möglichen.
In der Medizin bezeichnet man Kribbeln und Taubheitsgefühle auch als Sensibilitätsstörungen oder Empfindungsstörungen, die aus den unterschiedlichsten Gründen auftreten. So kann die Schädigung unmittelbar an der betroffenen Stelle bestehen, aber auch in einem übergeordneten Bereich des Körpers. Um festzustellen, wodurch die Sensibilitätsstörungen ausgelöst werden, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Dabei werden verschiedene Tests mit Berührungen, Druck, Kältereizen oder Wärmereizen vorgenommen. Wichtig für die Diagnose ist außerdem, zu welchem Zeitpunkt und an welcher Körperstelle das Kribbeln auftritt. Mitunter kann auch eine Untersuchung durch einen Facharzt wie einen Neurologen, Hautarzt, Internisten oder Orthopäden sinnvoll sein. Auf welche Weise das Kribbeln behandelt wird, hängt davon ab, durch welche Ursache es ausgelöst wird. So können sowohl die Einnahme von Medikamenten als auch ein operativer Eingriff notwendig sein.
Um Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühlen vorzubeugen, die aufgrund von Durchblutungsstörungen entstehen, wird empfohlen, sich körperlich viel zu bewegen, auf gesunde Nervensysteme zu achten und auf das Rauchen zu verzichten. Für Diabetiker ist es wichtig, dass ihr Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrolliert wird, damit es nicht zu Gefäß- oder Nervenschäden kommt.
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