Darmkrampf

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  • von Paradisi-Redaktion
Wade einer Frau wird von Männerhänden massiert

Unter Darmkrämpfen versteht man krampfartige Bauchschmerzen. Sie können verschiedene Ursachen haben.

Darmkrämpfe gehören zu den häufigsten Symptomen bei Darmbeschwerden. Häufig treten sie nur vorübergehend auf. Halten sie jedoch längere Zeit an, kann eine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken. Kommt es zu sehr starken Darmkrämpfen, spricht man von einer Darmkolik.

Ursachen

Für die Entstehung von Darmkrämpfen kommen mehrere Ursachen infrage. Zu den häufigsten Gründen gehört akuter infektiöser Durchfall, der bei einer Darmentzündung oder einer Gastroenteritis auftreten kann. Dabei verspürt der Betroffene krampfartige Bauchschmerzen, denen eine schlagartige Entleerung des Stuhls folgt.

Eine weitere mögliche Ursache für Darmkrämpfe ist eine Darmstenose (Verengung). Die krampfartigen Schmerzen treten dann meist eine gewisse Zeit nach dem Essen auf.

Nicht selten führen auch verhärteter Stuhl oder Verstopfung zu Darmkrämpfen. Diese können durch eine ungesunde Ernährungsweise, aber auch durch ernsthafte Erkrankungen hervorgerufen werden. Des Weiteren kommt auch das Reizdarm-Syndrom als Auslöser für Darmkrämpfe in Frage.

Psychosomatische Ursachen

Ebenso wie bei Magenkrämpfen spielt auch die Psyche bei diesen Beschwerden eine Rolle. So leiden sensible Menschen bei Stresssituationen oder psychischen Belastungen häufig unter Darmbeschwerden.

Diagnose

Um die Ursachen für Darmkrämpfe herauszufinden, stehen der Medizin verschiedene Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung. Neben einer Anamnese und einer körperlichen Untersuchung sind dies vor allem eine Computertomographie (CT), eine Darmsonographie, eine CT-Kolonographie oder eine Endoskopie.

Therapie

Die Behandlung von Darmkrämpfen richtet sich nach deren Ursache. Handelt es sich um eine virale Infektion, müssen lediglich die Symptome behandelt werden. Dazu können zum Beispiel Medikamente wie Loperamid oder Spasmolytika zum Einsatz kommen.

Bei einer bakteriellen Infektion verabreicht man zumeist Antibiotika wie Metronidazol, Rifaximin oder Ciprofloxacin.

Im Falle einer Laktoseintoleranz ist es wichtig, laktosefreie Kost zu sich zu nehmen. Leidet der Patient unter einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, erhält er bei einem akuten Schub in der Regel entzündungshemmende Medikamente wie Inflixmab oder Azathioprin.

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