Cluster Kopfschmerzen - Wo spürt man sie und wie geht man dagegen an?

Kopfschmerzen können sich auf unterschiedliche Art und Weise äußern, dabei lassen sie sich an verschiedenen Körperstellen wahrnehmen. Im Fall von Cluster Kopfschmerzen wird der Schmerz mit Druck besonders auf den Augen verspürt, zudem können auch die Schläfen betroffen sein. Diese Form der Kopfschmerzen gilt als besonders qualvoll; dabei sind auch Begleiterscheinungen möglich. Lesen Sie über die Merkmale von Cluster Kopfschmerzen und holen Sie sich Tipps zur Behandlung.

Wissenswertes über Cluster Kopfschmerzen

Symptome - Was sind Cluster Kopfschmerzen und wie erkennt man sie?

Der Cluster-Kopfschmerz ist eine besonders qualvolle Form der Kopfschmerzen, der häufig hinter einem der Augen lokalisiert ist. Er ist einseitig und somit auf eine Kopfseite beschränkt und strahlt von der Augenhöhle zur Stirn aus. Für die Betroffenen fühlt es sich so an, als würde das Auge herausgedrückt werden - stark ist der Druck auf die Augenhöhle.

Die Schmerzen werden in Form von regelmäßigen Attacken wahrgenommen; dabei bauen sie sich langsam auf und fühlen sich brennend oder auch bohrend an. Neben den Augen können sie auch die Schläfen betreffen.

Wie oft treten Cluster Kopfschmerzen auf?

Der englische Begriff "Cluster" steht für Häufung oder Gruppe. Die Beschwerden häufigen sich bei dieser Kopfschmerzart in einem bestimmten Zeitraum, während es auch beschwerdefreie Phasen, die teils Jahre lang andauern können, gibt.

Sie zählen zu den primären Kopfschmerzen. Eine andere Bezeichnung ist Bing-Horton-Kopfschmerzen.

Die Episoden, in denen die Schmerzen auftreten, werden auch als Cluster bezeichnet. Sie können Tage bis Wochen andauern. Die Schmerzepisoden fallen oft in die Frühjahrs- oder Herbstzeit.

Während der Schmerzphase kann es sowohl mehrmals am Tag als auch nur alle paar Tage zu Attacken kommen. Nicht selten treten sie zu festen Uhrzeiten auf, häufig ein bis zwei Stunden, nachdem man eingeschlafen ist oder früh am Morgen.

Begleiterscheinungen bei Cluster Kopfschmerzen

Ein Prozent der Bevölkerung plagt sich mit dem Schmerz herum, der in Perioden von 8-12 Wochen mehrmals täglich auftreten kann. Diese nervenaufreibenden Phasen werden von symptomfreien Zeitspannen abgelöst. Bei zehn Prozent der Betroffenen kann der Cluster-Kopfschmerz jedoch chronisch werden und über Jahre hinweg täglich die Nerven strapazieren.

Der Cluster-Kopfschmerz gehört zur Gruppe der Trigemino-autonomen Kopfschmerzen (TAK). Typisch für diese Kopfschmerzen sind besonders des nachts auftretende Schmerzattacken (Cluster) von kurzer Dauer, die mit unterschiedlichen Begleiterscheinungen einhergehen können. Dazu zählen

  • tränende oder gerötete Augen
  • ein leicht hängendes oder geschwollenes Augenlid
  • eine verkleinerte Pupille
  • eine Überempfindlichkeit gegen Licht oder Geräusche
  • eine laufende oder verstopfte Nase und
  • verstärktes Schwitzen im Bereich der Stirn oder Nase.

Ursachen und Triggerfaktoren - Wodurch werden Cluster Kopfschmerzen augelöst?

Die Ursachen des Cluster-Kopfschmerzes sind bisher wenig erforscht. Häufig werden die Attacken von so genannten Triggerfaktoren ausgelöst. Dazu zählen

  • Alkohol
  • Nikotin
  • helles Licht
  • große Höhen
  • bestimmte Medikamente, z.B. bei koronarer Herzkrankheit
  • Stress und
  • bestimmte Gerüche und Nahrungsmittel (z.B. Käse, Wurst).

Forschern zufolge können diese Kopfschmerzen dadurch entstehen, dass die Nervenzellen in bestimten Hirnregionen überaktiv sind - betroffen sind die Zellen, die beispielsweise für die Regulation des Biorhythmus zuständig sind. Ebenso stellt Vererbung einen möglichen Faktor dar.

Die erwähnten Triggerfaktoren führen nur dann zu Kopfschmerzattaken, wenn der oder die Betroffene sich gerade in einer aktiven Erkrankungsphase befindet, die oft zu Attacken führt.

Behandlung - Was tun bei Cluster Kopfschmerzen?

Im Gegensatz zu Patienten mit Migräne, hilft es, sich an frischer Luft zu bewegen und hinzusetzen, weshalb die Betroffenen während einer Schmerzattacke einen vermehrten Bewegungsdrang haben.

Die Therapie konzentriert sich auf die Vorbeugung und Linderung der Schmerzattacken. Zur Unterdrückung des Cluster-Kopfschmerzes kommt die Sauerstofftherapie zum Einsatz.

Hierbei werden über eine Gesichtsmaske acht Liter 100%-iger Sauerstoff inhaliert. Die Betroffenen können diese Therapie mit einem tragbaren Sauerstoffgerät auch in den eigenen vier Wänden durchführen.

Eine weitere Möglichkeit der Behandlung ist die Einnahme von so genannten Triptanen, wie zum Beispiel Sumatriptan, die zu den Migränemitteln zählen. Diese hemmen die Ausschüttung des Neurotransmitters Serotonin.

Zur Vorbeugung der schmerzhaften Attacken eignen sich unterschiedliche Medikamente wie zum Beispiel

  • Verapamil
  • Lithiumcarbonate oder
  • Kortikosteroide.

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