16. Oktober 2008
Von Tanja Tasci
Fast jeder Erwachsene leidet hin und wieder unter Kopfschmerzen und immer häufiger wird schnell zu starken Schmerzmitteln gegriffen. Jedoch muss der Griff zum Schmerzmittel nicht immer sein, denn gerade bei Kopfschmerzen gibt es zahlreiche Hausmittel die erfolgreich angewendet werden können.
Die Ursachen für Kopfschmerzen können sehr vielfältig sein, doch der am meisten verbreitete Kopfschmerz, der Spannungskopfschmerz, kann sehr gut ohne Schmerzmittel aus der Apotheke behandelt werden. Wichtigste Regel bei der Behandlung von Kopfschmerzen, ist es so früh wie möglich auf den Schmerz zu reagieren, denn häufig sind Kopfschmerzen ein Warnsignal des Körpers bei Überlastung. Gerade Spannungskopfschmerzen treten häufig im Zusammenhang mit überlasteten Augen, Verspannungen im Schulter und Nackenbereich und bei emotionaler Überbelastung auf.
Grundsätzlich sollte im Alltag schon vorgesorgt werden um Kopfschmerzen zu vermeiden. So sollte mindestens zwei Liter Wasser über den Tag verteilt getrunken werden und auch regelmäßige Nahrungsaufnahme ist wichtig um Kopfschmerzen zu vermeiden. Bildschirmarbeit sollte mit regelmäßigen Pausen versehen werden und auch die Lautstärke im Umfeld sollte nicht dauerhaft zu hoch sein. Wer sich an diese Grundlagen hält und noch regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft einschiebt, kann Kopfschmerzen zumindest zum Teil schon im Vorfeld vermeiden. Doch nicht immer hilft die Prävention und so kommt es hin und wieder zu akuten Kopfschmerzen, die meist sehr ungelegen kommen, da sie meist im größten Stress beginnen. Wer Kopfschmerzen hat, ist sehr eingeschränkt in der Leistungsfähigkeit und kann sich oft kaum mehr konzentrieren.
Schnelle Hilfe muss nicht immer aus der Apotheke kommen, denn gerade bei Spannungskopfschmerzen hilft es meist sich mit Hausmitteln zu behelfen. An erster Stelle stehen hier das Massieren von Schläfen und Schulterpartie und das kühlen mit einem kalten Tuch an Stirn und Nacken, um den pochenden Schmerz einzudämmen. Je früher zu diesen Hilfsmitteln gegriffen wird, umso erfolgreicher sind sie. Wenn der Schmerz nicht vergeht, kann Pfefferminzöl oder Menthol die Lösung sein. Die Öle sollten im Stirnbereich einmassiert werden bis hin zu den Schläfen und vorsichtig den Nasenrücken entlang bis über die Nasenflügel und auch im Nackenbereich sind sie sehr effektiv. Die Anwendung von ätherischen Ölen ist allerdings nur zu Empfehlen, wenn keine Überempfindlichkeit der Haut vorliegt, denn sie verursachen ein leichtes Brennen und bescheren dann eine dauerhafte Kühlung und regen gleichzeitig die Durchblutung an.
Kopfschmerzen die durch Verspannungen hervorgerufen werden, können zwar mit den oben genannten Methoden im akuten Fällen gelindert werden, doch sollte hier grundsätzlich die Verspannung behandelt werden, da sonst der Kopfschmerz meist relativ schnell wieder kehrt. Bewährt hat es sich hier, denn Nacken und Schulterbereich zu massieren, wenn dies nicht möglich ist, helfen hier auch heiße Bäder oder Duschen, denn durch Wärme lockern sich die Verspannungen. Um auch über den Tag etwas gegen die Verspannungen zu tun, kann Murmeltiersalbe verwendet werden, da diese auf Dauer gegen die Verspannungen hilft und auch eine schmerzlindernde Wirkung zeigt. Grundsätzlich sollten Patienten die unter regelmäßigen Kopfschmerzen leiden, nicht den Weg in die Apotheke suchen, sondern sich am Besten an ihren Hausarzt wenden, denn häufig kann so die Ursache der Schmerzattacken bekämpft werden und nicht nur der Schmerz unterdrückt.
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