29. November 2011
Von Andreas Hadel
Kopfschmerzen sind für uns bei der Bewältigung der täglichen Herausforderungen in etwa so praktisch, wie ein gebrochener Zeh für einen Marathonläufer. Es ist schlicht nicht möglich, mit höchster Konzentration eine anstehende Aufgabe zu meistern, wenn hämmernde Kopfschmerzen alle Sinne vernebeln und man sich nur mühselig von einem Punkt der To-Do-Liste zum nächsten bewegen kann.

Häufig ist Stress die Ursache für starke und chronische Kopfschmerzen. Doch gerade Menschen, die sich momentan in einer sehr wichtigen Phase ihres Lebens befinden – zum Beispiel Studenten in der Prüfungsvorbereitung oder Werbedesigner bei der Arbeit an einem wichtigen Projekt – können nicht einfach so dem Stress davonlaufen. Beinahe täglich Schmerzmittel zu nehmen, kann aber auch nicht die Lösung sein. Es gibt jedoch auch Mittel und Wege, wie Sie den Kopfschmerzen ein Ende setzen können, ohne dabei zu Medikamenten greifen zu müssen.
Biofeedback - im deutschsprachigen Raum auch als Bioresonanztherapie bekannt - ist eine noch sehr junge Therapieform, die bisher jedoch ein hohes Erfolgspotential aufweisen konnte. Beim Biofeedback nutzt der Migränepatient Elektrosensoren, die Körperfunktionen wie Muskelspannung, Hauttemperatur, Herzfrequenz und Blutdruck messen. Das Ziel ist es, den Patienten beizubringen, gezielt auf die Signale des Körpers zu achten, um Kopfschmerzen zu vermeiden. Das Biofeedback hilft Betroffenen zum Beispiel frühzeitig zu erkennen, dass sie ihre Nackenmuskulatur lockern müssen, weil sie zu stark verspannt ist. Eine Studie, die im Fachblatt "Headache" erschienen ist, zeigt die Kostenvorteile der Biofeedback-Therapie gegenüber rezeptpflichtiger Schmerzmittel.
In der chinesischen Medizin wird Akupunktur genutzt, um die Energieblockaden im menschlichen Körper zu lösen und dadurch Schmerzen zu lindern. Unabhängig davon, ob Sie an Qi glauben oder nicht, hat sich Akupunktur als wirksames Mittel gegen hartnäckige Kopfschmerzen erwiesen. In der so genannten Cochrane-Studie wurde nachgewiesen, dass die Nadeltherapie genauso wirksam wie die Einnahme von Schmerzmitteln ist. Allerdings mit weitaus weniger Nebenwirkungen und Risiken.
Da in vielen Fällen Migräne-Attacken durch eine verspannte Nackenmuskulatur hervorgerufen werden, führen Massagen häufig zur Linderung. Mediziner sagen jedoch, dass diese Linderung nur von kurzer Dauer ist und man die Massage regelmäßig wiederholen müsse. In der Tat brachte eine britische Untersuchung zum Vorschein, dass Migräne-Patienten, die für zwei Monate wöchentlich eine Massage erhielten, über weniger Schmerzen klagten. Die Beschwerden erreichten jedoch wieder das alte Niveau, nachdem die Massagesitzungen nicht mehr regelmäßig durchgeführt wurden.
Regelmäßige Workouts sind ein weiterer Weg, um von Kopfschmerzen verschont zu bleiben. Eine Studie, die ebenfalls im Fachmagazin "Headache" erschien, zeigte, dass körperliche Ertüchtigung das Auftreten von Migräne dauerhaft verringern kann.
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