13. Februar 2008
Von Annett Biermann
Egal, wodurch der Husten ausgelöst wird, es handelt sich immer um ein Anzeichen dafür, dass etwas im Körper nicht stimmt. Jeder sollte auf seinen Körper hören und ihm geben, wonach er verlangt, egal, ob es sich dabei um ein Bonbon oder um einen Arztbesuch handelt.

Winterzeit ist gleich Erkältungszeit. Zumindest gilt diese Aussage für die Menschen, die derzeit über ein nicht sonderlich ausgeprägtes Abwehrsystem verfügen, weil vielleicht gerade ein Grippevirus im Anmarsch ist oder der Körper sonst wie geschwächt und anfällig für Krankheiten ist.
Das erste Kratzen im Hals deutet meist auf das drohende Übel hin - und viele rennen daher sogleich in die Apotheke oder aber direkt zum Arzt ihres Vertrauens, um sich mit (vorbeugenden oder auch Heilung versprechenden) Medikamenten zu versorgen.
Das Symptom des Hustens an sich muss ursächlich nicht immer in einer bestehenden Erkältung begründet sein, denn viele andere Faktoren können gleichermaßen eine Rolle spielen: Reizhusten, der oftmals durch Allergien hervorgerufen werden kann, Keuchhusten, eine spezielle Sensibilität der Atemwegsorgane, eine Lungenentzündung usw.
Wie auch immer: lästig ist das Husten in jedem Fall und kann in der Regel sogar Schlafstörungen mit sich bringen. Je nach Intensität treten darüber hinaus mehr oder weniger heftige Schmerzen im Halsbereich auf, so dass letztendlich das Schlucken und die Nahrungsaufnahme erschwert werden können.
Im Allgemeinen gilt jedoch, dass das Husten eine völlig natürliche Reaktion des menschlichen Körpers darstellt und man nicht versuchen sollte, ihn zu unterdrücken. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass das häufige Husten ein Signal dafür ist, dass sich Krankheitserreger in den Atemwegen befinden, die durch den Husten wieder aus dem Körper heraus befördert werden.
Dasselbe gilt für Staub oder Schmutzpartikel sowie andere Fremdkörper (z.B. beim Verschlucken von Gegenständen), welche bedingt durch den körpereigenen Schutzmechanismus mit Hilfe des Hustens entfernt werden. Es ist in diesem Zusammenhang übrigens nur wenigen bekannt, dass ein Luftstoß beim Husten bis zu 450km/h betragen kann - was ja an sich eine immense körperliche Leistung ist!
Normalerweise wirken "Omis Hausmittelchen" im Falle von Reizhusten und Co. wahre Wunder, wie z. B. Kamille, Kartoffeln, Zwiebeln oder Salz. Ein Dampfbad mit Kamillenblüten oder ein warmer Umschlag mit Kochsalz können Halsbeschwerden lindern, bzw. befreien die Atemwege und wirken schleimlösend. Kartoffeln, Zwiebeln und Co. verfügen über eine Armee antibakteriell wirkender Stoffe, die ebenfalls eine rasche Linderung des Hustenreizes, bzw. anderen Erkältungssymptomen versprechen.
Dennoch gilt trotz alledem: sofern sich die Beschwerden nach etwa einer Woche noch nicht reduziert haben, sollte in jedem Falle ein Arzt konsultiert werden, um sich auf andere, schwerwiegendere Krankheiten hin untersuchen zu lassen.
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