Zum Tag des Lärms: Dauerlärm schadet besonders unseren Kindern

Für weniger Hörschäden im Kindes- und Jugendalter soll "leises Klassenzimmer" getestet werden

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  • von Paradisi-Redaktion
Lehrer steht vor seiner Schulklasse in Klassenraum, Schüler lächeln ihn an

Heute, am 29. April, ist der Tag gegen Lärm. Passend zu diesem Anlass wollen Ärzte die Aufmerksamkeit auf den Fakt lenken, dass Dauerlärm für den Menschen eine enorme Belastung ist. Besonders Kinder leiden unter einer zu lauten Umgebung.

Wie schwierig Lärm für Heranwachsende ist, wird dieses Jahr in den Fokus gestellt. Das offizielle Motto lautet daher: "Lärm - voll nervig".

Das Problem ist, dass Lärm in unserer modernen Gesellschaft überall ist.

Lärmpegel über 60 Dezibel sollte nur für 5 Minuten täglich überschritten werden

Aus ärztlicher Sicht sind alle Lärmwerte über 60 Dezibel für Kinder und Erwachsene ungesund. Ideal wäre es, wenn die Grenze täglich für maximal fünf Minuten überschritten wird.

  • Lautes Musikhören über Kopfhörer ist daher pures Gift für die Ohren und für die Konzentration.
  • Wer ein Konzert oder die Disco besucht, setzt sich circa 110 Dezibel aus, was schnell zu Hörschäden führen kann.
  • Doch auch bereits im Klassenzimmer sind die Kinder einem ständig zu hohen Lärmpegel ausgesetzt.

Dabei geht es auch nicht nur um den Lärm in den Pausen. Während des Unterrichts ist bei Gruppenarbeit aktive Kommunikation gefragt. Die Kinder diskutieren lautstark, der Lehrer muss Fragen mit erhobener Stimme beantworten etc.

Das führt laut Messungen dazu, dass im Zimmer rund 80 Dezibel vorherrschen. Kommt dann noch Straßenlärm durch das Fenster, oder der Raum hallt besonders stark, steigt die Lärmbelastung weiter.

"Leises Klassenzimmer" soll getestet werden

Doch wie soll man Lärm im Klassenzimmer begegnen? Passend zum Tag gegen Lärm arbeiten derzeit 800 Architekten in Deutschland an einer besonderen Aufgabe. Sie sollen ein Klassenzimmer konstruieren, das besonders leise ist. Gebaut werden soll das beste Modell am Ende in einer Grundschule in Berlin. Bewährt sich das "leise Klassenzimmer", könnte das der Startschuss für die besseren Zimmer der Zukunft sein.

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