Hautveränderungen - Formen, Merkmale und Behandlungsmöglichkeiten

Hautveränderungen haben ein unterschiedliches Erscheinungsbild. Je nachdem um welche Art von Krankheit es sich handelt, unterscheidet sich auch die Behandlung. Die Ursachen sind vielfältiger Natur und manchmal findet sich auch keine klare Ursache. Informieren Sie sich über unterschiedliche Formen von Hautveränderungen und mögliche Behandlungsmaßnahmen.

Wissenswertes über Hautveränderungen

Ursachen - Was sind Hautveränderungen und welche Ausprägungsformen gibt es?

Bei der Haut handelt es sich um das größte Organ des menschlichen Körpers. Oft ist sie Veränderungen ausgesetzt, denn kaum ein Organ des Menschen wird derart durch Umwelteinflüsse belastet wie die Haut.

Die Auslöser der Hautveränderungen sind somit sehr unterschiedlich. So können die UV-Strahlen der Sonne, chemische Stoffe in Körperpflegemitteln oder falsche Ernährung das größte Organ des Körpers in Mitleidenschaft ziehen. Darüber hinaus leiden zahlreiche Menschen unter Hautkrankheiten wie zum Beispiel Neurodermitis.

Hautveränderungen können zum Beispiel auch vererbt werden. Einige Hautveränderungen bilden sich erst mit der Zeit durch die Sonneneinstrahlung.

Dies ist zum Beispiel auch bei den so genannten Sommersprossen im Gesicht der Fall. Im Winter verschwinden sie meist wieder.

Wenn die Haut zu lange ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist, kann dies zu einem Sonnenbrand führen. Häufige Sonnenbrände können die Ursache des Hautkrebses sein, der sich als ungleichmäßiger und teils erhabener Fleck auf der Haut äußert.

Neben chemischen Stoffen und Umweltbelastungen können auch Keime wie Bakterien, Viren oder Pilze zu Hautveränderungen führen. Ebenso spielt das Lebensalter eine wichtige Rolle. So kommt es im Laufe der Jahre zu Faltenbildung und Altersflecken.

Erkrankungen als Ursache für Hautveränderungen

Einige Hautveränderungen wie zum Beispiel die Neurodermitis können auch vererbt werden. Gleiches gilt auch für Leberflecke.

Wenn sich bei Jugendlichen Pusteln - besonders im Gesicht - bilden, spricht man von Akne. Diese ist hormonell bedingt und verschwindet in vielen Fällen im jungen Erwachsenenalter wieder.

Weitere Hautveränderungen sind zum Beispiel Warzen oder auch der Herpes sowie die Hautkrankheit Rosazea.

Symptome und mögliche Komplikationen bei Hautveränderungen

Die meisten Hautveränderungen sind gutartig und rufen keine Beschwerden hervor. Mitunter werden sie jedoch als unästhetisch empfunden, sodass sich die Betroffenen ihre Beseitigung wünschen.

Hautveränderungen können sich je nach Auslöser und Ausprägungsform ganz unterschiedlich zeigen. Typische Symptome wären beispielsweise

  • Rötungen
  • Juckreiz
  • Hautausschläge
  • Pusteln
  • Pickel
  • Pigmentflecken
  • Muttermale
  • schuppige Hautstellen
  • trockene Haut

und viel mehr.

Bei kleineren Hautveränderungen sind in der Regel keine Komplikationen zu befürchten. Anders sieht es jedoch aus, wenn es zu größeren Veränderungen an Pigmentmalen wie Leberflecken oder Muttermalen kommt. Diese können ein möglicher Hinweis auf lebensbedrohlichen Hautkrebs sein, bei dem eine operative Entfernung nötig ist.

Hautverdünnungen werden wiederum häufig durch Grunderkrankungen wie

hervorgerufen. Nimmt die Haut eine gelbliche Färbung an, gilt dies als Hinweis auf eine Erkrankung der Leber.

Wann sollte man mit Hautveränderungen zum Arzt?

Die meisten Hautveränderungen sind harmloser Natur. Kommt es jedoch zu umfangreichen Veränderungen der Haut oder weiteren Beschwerden, die auf eine behandlungsbedürftige Grunderkrankung schließen lassen, ist es besser, einen Arzt bzw. Hautarzt aufzusuchen.

Diagnose von Hautveränderungen

Bei Hautveränderungen, die bedenklich erscheinen, wird in der Regel ein Hautarzt konsultiert. Dieser nimmt zumeist eine Ganzkörperuntersuchung vor, bei der er sowohl die Haut als auch die sichtbare Schleimhaut betrachtet.

Schmerzen muss der Patient dabei nicht befürchten. Allerdings empfinden es viele Menschen als unangenehm, sich für die Untersuchung vollständig entkleiden zu müssen. Außerdem werden auch intime Stellen genau untersucht.

Ganzkörperuntersuchung bei Hautveränderungen

Bei der Ganzkörperuntersuchung setzt der Arzt normalerweise nur seine geübten Augen ein. Falls erforderlich, kann er aber auch auf spezielle Instrumente wie ein Auflichtmikroskop oder ein Dermatoskop zurückgreifen.

Diese Vergrößerungsgläser werden mit einer Lösung aus Alkohol und Öl eingerieben, damit sich mit ihnen auch Hautschichten untersuchen lassen, die tiefer liegen. Für gute Lichtverhältnisse sorgt ein integriertes Lämpchen.

Manche Dermatoskope sind zudem mit einer eingebauten Digitalkamera ausgestattet. Auf diese Weise können Bildaufnahmen von verdächtigen Hautstellen angefertigt werden.

Blutuntersuchung bei Hautveränderungen

Im Falle von Hautverdünnungen, bei denen Verdacht auf eine auslösende Grunderkrankung besteht, ist auch eine Blutuntersuchung möglich, die weitere Hinweise liefert. Von der Ursache der Hautveränderungen hängt letztlich auch ihre Therapie ab.

Behandlung - Was tun bei Hautveränderungen?

Der Hautarzt untersucht die Hautveränderungen mit bloßem Auge sowie unter dem Mikroskop.

Behandlung einer Krebserkrankung

Kann der Arzt nicht eindeutig ausschließen, dass es sich um eine bösartige Erkrankung handelt, so wird die veränderte Hautstelle im Rahmen eines kleinen chirurgischen Eingriffes unter Betäubung entfernt und im Labor unter dem Mikroskop auf Krebszellen untersucht.

Wenn es sich um eine harmlose Hautveränderung handelt, muss keine weitere Behandlung erfolgen. Handelt es sich jedoch um Krebs, so muss die Hautveränderung großzügig entfernt werden, so dass auch alle Krebszellen verschwunden sind.

Anschließend kann eine Strahlen- und/oder Chemotherapie notwendig werden. Dies hängt davon ab, wie weit sich der Krebs im Körper bereits ausgebreitet hat. Harmlose Muttermale müssen nicht behandelt werden.

Behandlung von Neurodermitis

Bei Neurodermitis helfen fetthaltige Salben, die auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Dies sollte nicht nur während eines Krankheitsschubes geschehen, sondern auch in den Phasen dazwischen. Auf diese Weise kann die sehr trockene Haut nicht so leicht austrocknen.

Wenn ein Patient einen akuten Krankheitsschub hat, helfen auch Salben mit Kortison, um den Juckreiz zu lindern. Bei einer starken Neurodermitis kann das Kortison auch als Tablette vom Arzt verordnet werden. Auch spezielle Badezusätze können hier helfen, die Hautveränderung zu lindern.

Selbsttherapie - Was kann man selbst bei Hautveränderungen tun?

Ob eine Selbstbehandlung von Hautveränderungen möglich ist, hängt von deren Ursache ab. Leidet der Betroffene neben den Hautveränderungen auch unter Beschwerden wie Spannungsgefühlen oder Juckreiz, ist oft das Auftragen von Pflegesubstanzen hilfreich. Diese helfen dabei, die Haut vor weiteren Schäden wie Austrocknung zu bewahren.

Bei zahlreichen harmlosen Hautveränderungen ist jedoch gar keine medizinische Therapie nötig. Allerdings kann es mitunter erforderlich sein, eine kosmetische Behandlung vorzunehmen.

Hautveränderungen vorbeugen

Gegen zahlreiche Hautveränderungen gibt es leider keine wirksamen Vorbeugemaßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel Altersflecken, die im Laufe der Jahre entstehen.

Um Veränderungen wie Hautverdünnungen vorzubeugen, wird empfohlen, sich gegen die auslösenden Grunderkrankungen wie Borreliose zu wappnen. So sollte man sich dazu einer Impfung unterziehen, schützende Kleidung tragen und Gebiete meiden, in denen sich viele Zecken aufhalten, die Borreliose auslösen können. Dazu gehören vor allem Wiesen und Wälder.

Unterschiedliche Hautveränderungen im Überblick

Hautveränderungen machen sich auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar. Häufige Hautprobleme sind unter anderem

  • Altersjuckreiz
  • Austrocknungsekzeme
  • Fibrome
  • Gefäßspinnen
  • Histiozytome
  • Pubertätsstreifen
  • Röschenflechten und
  • Xanthelasmen.

Im Folgenden gehen wir etwas näher auf die unterschiedlichen Hautveränderungen ein.

Altersjuckreiz

Ein quälendes Problem für viele Senioren ist Altersjuckreiz (Pruritus senilis). Oftmals kratzen sich die Betroffenen deswegen derart, dass dies zu Hautverletzungen führt. Schätzungen zufolge tritt Altersjuckreiz bei mehr als 50 Prozent aller über 60-Jährigen auf.

Allerdings machen sich die Beschwerden auf unterschiedliche Weise bemerkbar. Während einige Senioren nur unter gelegentlichem Juckreiz leiden, kommt er bei anderen dagegen ständig vor.

Ursachen

Hervorgerufen wird Altersjuckreiz zumeist durch eine zu trockene Haut. Diese entsteht wiederum durch degenerative Veränderungen und Mangel an Hautfettsäure.

Risikofaktoren

Häufiges Baden und Waschen können den Altersjuckreiz fördern, da der Schutzmantel der Haut dadurch geschädigt wird. Aber auch

  • Umwelteinflüsse
  • die Ernährungsweise sowie
  • die Einnahme von bestimmten Medikamenten

gelten als fördernde Faktoren.

Behandlung

Bei der Behandlung von Altersjuckreiz ist es wichtig, die Haut wieder zu normalisieren, also ihren natürlichen Schutzmantel wieder herzustellen. Zu diesem Zweck können

  • Pflegecremes
  • entzündungshemmende Salben
  • kühlende Hautpflegemittel
  • Teerderivate und
  • Gerbstoffpräparate

zur Anwendung kommen. Mitunter ist auch eine lokale Behandlung mit Kortikoiden erforderlich.

Vorbeugung

Nachdem sich die Haut wieder normalisiert hat, ist es ratsam, regelmäßig fettende Cremes, Öle oder Salben aufzutragen, damit sie nicht erneut austrocknet. Bei der Hautpflege ist darauf zu achten, möglichst wenig zu baden und nur Kosmetikprodukte zu verwenden, die frei von Alkohol sind. Zweimal täglich sollte die Haut mit feuchtigkeitspendenden und fettenden Cremes behandelt werden.

Austrocknungsekzem

Ein Austrocknungsekzem wird auch Exsikationsekzem genannt. Ein typisches Merkmal dieses Hautproblems sind netzförmige Einrisse der Hornhaut.

Diese sehen einem ausgetrockneten Flussbett ähnlich. Besonders betroffen von Austrocknungsekzemen sind Senioren. Hier gehen wir im Detail auf dieses Ekzem ein..

Fibrome

Fibrome zählen ebenfalls zu den verschiedenen Hautveränderungen. Sie werden auch als Stielwarzen bezeichnet und stellen gutartige Geschwülste des Bindesgewebes dar. Informieren Sie sich hier über Ausprägungsform und Behandlung.

Gefäßspinnen

Gefäßspinnen werden auch als Spidernävi bezeichnet. Hierbei handelt es sich um gutartige Gefäßneubildungen der Haut.

Eine eindeutige Ursache gibt es oftmals nicht. Lesen Sie unseren separaten Artikel zum Thema Gefäßspinnen für mehr Informationen.

Histiozytome

Als Histiozytome werden gutartige Hautneubildungen bezeichnet. Man nennt sie auch Dermatofibrome. Gemeint sind damit runde, kleine Knoten auf der Haut, die keine Schmerzen verursachen.

Die Wucherungen sind im Normfallfall kleiner als ein Zentimeter. Meist zeigen sie sich an den Beinen und haben eine bräunliche oder bläuliche Färbung, was auf die Einlagerung des Farbstoffs Hämosiderin zurückzuführen ist. Bei Fetteinlagerungen können sie aber auch eine gelbliche oder rötliche Farbe aufweisen.

Ursachen

Als Grund für die Entstehung eines Histiozytoms vermuten Mediziner eine Entzündung, die durch geringfügige Hautverletzungen entsteht.

Behandlung

Aus medizinischer Sicht sind Histiozytome unbedenklich, sodass keine Therapienotwendigkeit besteht. Allerdings führen oft ästhetische Gründe dazu, die Wucherung operativ entfernen zu lassen. Dies kann auch mit einem CO2-Laser geschehen.

Kupferrose

Eine akneähnliche, chronische Hauterkrankung stellt die so genannte Kupferrose dar. Man bezeichnet sie auch als Rosazea oder Akne rosacea. Hier gehen wir gesondert auf diese Hautveränderung ein.

Pubertätsstreifen

Bei den so genannten Pubertätsstreifen (Pubertätstriae) handelt es sich um Hautdehnungsstreifen. Sie zeigen sich vor allen an Körperstellen wie

In der Anfangsphase weisen sie eine blau-rote Färbung auf, die jedoch später verblasst. Stattdessen nimmt die Haut eine weiß-gelbe Färbung an.

Ursachen

Hervorgerufen werden Pubertätsstreifen durch die Schädigung der elastischen Hautfasern. Grund dafür ist das schnelle Wachstum im Verlauf der Pubertät. - daher auch die Bezeichnung Pubertätsstreifen.

An der Entstehung der Streifen beteiligt sind Glukokortikoide. Diese Hormone bilden sich in der Nebennierenrinde und werden während der Pubertät verstärkt ausgeschüttet. Mitunter entstehen Hautdehnungsstreifen auch durch eine medizinische Behandlung mit Kortison.

Behandlung

Eine Möglichkeit, unästhetische Hautdehnungsstreifen zu behandeln, ist die Lasertherapie. Bei diesem Verfahren erfolgt eine Pigmentierung der farblosen Narben mithilfe eines Farbstofflasers oder Argon-Lasers. Auf diese Weise kommt es an den Dehnungsstreifen wieder zu einer natürlichen Farbe.

Röschenflechte

Röschenflechte bezeichnet man auch als Schuppenröschen. Junge Menschen zwischen 10 und 35 Jahren sind besonders betroffen.

Diese Hauterkrankung ist harmlos und nicht ansteckend. Holen Sie sich weitere Informationen zur Röschenflechte in unserem separaten Artikel.

Xanthelasmen

Unter Xanthelasmen versteht man gelbliche Platten im Bereich der Augen. Es handelt sich um Cholesterineinlagerungen.

Besonders Frauen in den Wechseljahren sind betroffen. In unserem separaten Artikel zum Thema Xanthelasmen erhalten Sie weitere Informationen über diese Hautveränderung.

Mögliche Hautveränderungen beim Baby

Schließlich gibt es noch spezielle Hautveränderungen, von denen Babys betroffen sind. Auf diese Hautveränderungen gehen wir hier gesondert ein.

Rund um das Thema Hautveränderungen gibt es einige Begriffe, die nicht jedem unbedingt etwas sagen...

Wichtige Begriffe rund um das Thema Hautveränderung

Hautveränderung ist nicht gleich Hautveränderung: im Folgenden geben wir einen Überblick über einige Begriffe.

Blitzlampe

Als Blitzlampe wird umgangssprachlich ein Gerät bezeichnet, das mit Blitzlichtröhren oder -glühlampen ausgerüstet ist. Diese werden eingesetzt, um Lichtimpulse zu emittieren.

Je nach Bedarf lässt sich die Länge der Impulse anpassen, was ein präzises Arbeiten ermöglicht. Gleichzeitig variiert die Frequenzbandbreite des Lichtstrahls. In der Dermatologie kommt vor allem der FPDL zum Einsatz, bei dem es sich um einen Farblaser handelt, der blitzlampengepumpt arbeitet.

Anwendungsgebiete

Mit der Blitzlampe lassen sich diverse medizinische und kosmetische Hautprobleme beseitigen. Unter anderem werden unerwünschte Hautmale entfernt. Der Farblaser trägt die betroffenen Hautregionen schichtweise ab, wobei es weder zu starken Schmerzen noch zu tiefen Wunden kommt.

Blitzlampen werden aber auch in der Augenheilkunde eingesetzt. Beispielsweise lassen sich im Pulslaserverfahren Augenkorrekturen durchführen, bei denen Hornhautkrümmungen abgetragen werden.

Feuermale

Eine seltene, aber gutartige Hautveränderung ist das Feuermal. Feuermale sind in den meisten Fällen angeboren. Nur einige entwickeln sich im frühen Kindesalter.

Sie können in unterschiedlicher Größe und Intensität auftreten. Häufig befinden sie sich im Gesicht.

Als Ursache sind Fehlbildungen der unter der Haut verlaufenden Blutgefäße bekannt. Diese sind so stark geweitet, dass der Blutrückfluss verhindert wird.

Zudem können sie wuchern. Die Wahrscheinlichkeit, mit einem Feuermal geboren zu werden, liegt bei unter 0,3 Prozent.

Das Feuermal lässt sich mit kosmetischen Mitteln überdecken, allerdings ist der Zeitaufwand hierfür sehr hoch. Außerdem bedarf das unauffällige Kaschieren so intensiv gefärbter Hautareale eines gewissen kosmetischen Geschicks.

Inzwischen werden wirksamere Methoden angeboten. Meist kommt die Lasertherapie zum Einsatz, die durch eine Blitzpumpe gepulst wird.

Storchenbisse

Storchenbisse, die als kleinere Variante des Feuermals vorkommen, treten häufiger auf. Studien belegen einen Anteil von mindestens 60 Prozent bei allen Neugeborenen.

Storchenbisse erscheinen meist im Nacken und dort im Bereich des Haaransatzes. Oft verblassen sie im Laufe der nächsten Jahre. Manche Storchenbisse verschwinden sogar ganz. Bei Feuermalen hingegen kann eine Rückbildung nur selten beobachtet werden. Vielmehr nimmt ihre Intensität oft noch zu.

Hautmale

Als Hautmale werden Hautveränderungen bezeichnet, die von unterschiedlicher Farbgebung und Größe sein können. Sie sind angeboren oder werden im Laufe des Lebens erworben.

Arten

Zu den Hautmalen gehören unter anderem Feuermale, die eine blass rote bis dunkelrote Färbung besitzen. Sie können überall am Körper auftreten. Ihre Abgrenzung zum umliegenden Gewebe kann klar, aber auch leicht verwaschen erscheinen. Ein relativ kleines Hautmal ist der Storchenbiss, der meist im Nacken vorkommt.

Andere Hautmale besitzen eine hellbraune, braune oder dunkelbraune Färbung. Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um den so genannten Leberfleck, der auch als Muttermal bezeichnet wird.

Leberflecken sind gutartig, allerdings können sie entarten. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle aller Hautveränderungen wichtig.

Wann ein Dermatologe aufgesucht werden muss

Leberflecken sollten eine klare Abgrenzung zum umliegenden Gewebe besitzen. Erscheint ihr Rand ausgefranst, dürfte dies Anlass für einen Arztbesuch sein.

Ihre Färbung kann in der Intensität variieren. Jedes Hautmal allerdings sollte nur eine einzige Farbe besitzen, ansonsten ist es krebsverdächtig und sollte durch einen Hautarzt begutachtet werden.

Dasselbe gilt für asymmetrische Hautmale und solche, die im Laufe der Zeit an Größe zunehmen. Und auch besonders erhabene Hautmale sollten kritisch betrachtet werden. Gutartige Hautmale bilden mit dem umliegenden Gewebe meist eine Fläche; nur selten wachsen sie über angrenzende Hautregionen hinaus.

Melanom-Flecken

Wenn umgangssprachlich von Melanomflecken gesprochen wird, geht man vom malignen Melanom aus. Hierbei handelt es sich um den schwarzen Hautkrebs, der entartete Melanozyten enthält. Das maligne Melanom ist eine sehr gefürchtete Krankheit, die sehr früh Metastasen bildet, welche über das Lymph- und Blutsystem im Körper verbreitet werden können.

Ursachen

Trotz immer besserer Gesundheitsvorsorge steigt die Zahl der Melanomerkrankungen ständig an. Dies liegt vor allem daran, dass die Gefahr von ausgiebigen Sonnenbädern und Solarienbesuchen immer noch unterschätzt wird. Eine braune Haut wird fälschlicherweise von vielen Menschen mit Gesundheit gleichgesetzt.

Natürlich besitzt die Sonne auch positive Eigenschaften. Sie trägt zur Bildung des Vitamins D3 im menschlichen Körper bei. Und nicht jeder, der in der Sonne liegt, muss an einem Melanom erkranken.

Risikogruppen

Dermatologen haben eine Reihe von Risikogruppen festgestellt. Hiernach erkranken besonders oft hellhäutige Personen mit blonden oder roten Haaren und einer hellen Augenfarbe. Zu den Risikogruppen zählen auch Menschen mit mehr als 20 Leberflecken und solche, in deren Familien das Melanom bereits aufgetreten ist.

Vorbeugung

Der beste Schutz vor Melanomflecken ist ein geeigneter Sonnenschutz. Wer sich in die pralle Mittagssonne legt, riskiert ohnehin Hautschäden, die nicht mehr reparabel sind.

Außerdem trocknet das intensive Sonnenbaden die Haut aus, so dass Alterungsprozesse beschleunigt werden. Um dem schwarzen Hautkrebs vorzubeugen, empfiehlt sich zudem eine gesunde Lebensweise, die mit

  • der Vermeidung von Stress
  • einer ausgewogenen Ernährung und
  • dem Verzicht auf einen übermäßigen Genussmittelkonsum

einhergeht.

Melanozyten

Bei den Melanozyten handelt es sich um Pigmentzellen, die sich in den Haarfollikeln und in der unteren Schicht der Epidermis befinden. In ihnen findet die Melaninsynthese statt.

Dabei wird der Farbstoff Melanin umgewandelt und an andere Zellen der Epidermis weitergeleitet. Melanin schützt die Haut vor schädigender UV-Strahlung.

Melanozyten sind nicht nur in der äußeren Epidermis zu finden. Sie kommen auch in der Mundschleimhaut sowie in verschiedenen Schichten des Auges vor.

Melanozyten werden während der Embryonalentwicklung entwickelt. Sie gelangen über die Neuralleiste, die durch die Zusammenfaltung von Zellen entsteht, in die oberen Hautschichten.

Funktion und Erkrankungsnachweis

Melanozyten spielen für den Stoffwechsel eine bedeutende Rolle. Wie braun die Haut wird, entscheidet jedoch nicht die Anzahl der Melanozythen. Vielmehr werden diese bei Sonnenstrahlung aktiv und geben vermehrt Melanosomen ab.

Eine vermehrte Melanozytenaktivität kann auch bei einigen Krankheiten nachgewiesen werden. Hierbei kommt dem Hormon MSH eine große Bedeutung zu.

Werden viele Melanosomen ausgeschüttet, kommt es zu dunklen Hautveränderungen. Das Gegenteil tritt auf, wenn die Anzahl der Melanozyten in der Haut krankheitsbedingt abnimmt oder wenn diese aufgrund eines genetischen Defekts gar nicht erst vorhanden sind.

Im letzteren Fall wird von Albinismus gesprochen. Aufgrund der gestörten Biosynthese der Melanine kann es nicht zur Hautbräunung kommen.

Photo-Rejuvenation

Die Photo-Rejuvenation ist ein kosmetisches Verfahren, das zur Beseitigung gutartiger Hautveränderungen sowie Verjüngung der Haut verwendet wird. Die Photo-Rejuvenation wird auch als IPL-Photoverjüngung bezeichnet. Im Gegensatz zu anderen Verfahren kommt es bei dieser Methode nicht zur Schädigung der oberen Hautschichten, so dass lange Ausfallzeiten vermieden werden.

Anwendung

Die Photo-Rejuvenation wird unter anderem zur Entfernung von Pigment- und Altersflecken sowie von Hautmalen angewandt. Dabei wird gepulstes Licht über eine Blitzlampe auf die betroffenen Hautregionen aufgebracht, von wo aus es in tiefere Hautschichten eindringt.

Trifft es zwischen die Hautoberfläche und die Collagenschicht, wird die Lichtenergie in Wärmeenergie umgewandelt. Vor der Behandlung trägt der Dermatologe ein Kühlgel auf, um die Behandlung so schonend wie möglich zu gestalten. Dieses trägt dazu bei, dass die oberen Hautschichten unverletzt bleiben.

Der Patient spürt während der Anwendung nur leichtes Stechen. Eine Sitzung dauert etwa 20 Minuten.

Im Allgemeinen sind mehrere Behandlungen notwendig. Wie viele es sind, entscheidet die Intensität der Hautveränderungen. Die IPL-Photoverjüngung kann aber auch große Poren verkleinern und erweiterte Kapillaren schließen.

Selektive Photothermolyse

Die Selektive Photothermolyse ist ein weiteres kosmetisches Verfahren, das zur Beseitigung von Hautveränderungen genutzt wird. Dabei kommt wiederum der Laser zum Einsatz.

Je nach Erkrankung kann der Laser gezielt Wärme entwickeln und so zur Zerstörung von Hautzellen beitragen. Er kann aber auch Gewebe verdampfen beziehungsweise ablösen sowie bestimmte Strukturen veröden.

Anwendungsgebiete

Unter anderem kommt die Selektive Photothermolyse bei der Entfernung von Altersflecken und Hypergigmentierungen zum Einsatz oder bei der Verödung von erweiterten Kapillaren, wie sie bei Rosacea und Besenreisern auftreten. Außerdem können Tätowierungen mit dieser Methode entfernt werden.

Die ausführenden Dermatologen sind darauf bedacht, nur das geschädigte Gewebe zu zerstören. Umliegende Regionen dürfen nicht beeinträchtigt werden. Deswegen werden die Wellenlänge, die Energiedichte sowie die Impulsdauer präzise auf das Zielgewebe abgestimmt.

Wirkung

Die Wellenlänge bestimmt, wie tief der Laser eindringt und wie optimal das Licht absorbiert werden kann. Nur dann nämlich zerstört die Hitze das Zielmaterial. Die angrenzenden Gewebeschichten werden nicht geschädigt.

Ebenfalls entscheidet die Energiedichte über die Intensität der Erwärmung. Je größer die betroffene Hautregion ist und je stärker ihre Struktur ausgeprägt ist, desto mehr Energie wird benötigt, damit sich eine große Hitze entwickeln kann. Die Impulsdauer bestimmt, wie lange das Zielgewebe erwärmt wird.

Im Gegensatz zu einigen anderen Laserverfahren ermöglicht die Selektive Photothermolyse das gezielte Erhitzen bestimmter Hautschichten, ohne dass die darüber befindlichen Zellen verletzt werden. Oberflächlich wird ein Kühlgel auf die Haut aufgebracht.

Für den Einsatz der Selektiven Photohermolyse eignen sich unterschiedliche Laser. Unter anderem können Blitzlampen oder der Rubinlaser verwendet werden.

Licht oder Laser

Licht wird in der Medizin als Energiequelle genutzt. Unter anderem kann es zur Stimulierung biochemischer und physiologischer Vorgänge beitragen. In der Dermatologie wird es unter anderem zur Wundheilung und zur Entzündungshemmung eingesetzt.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Laser zu, der Gewebestrukturen abtragen, herausschneiden oder zerstören kann. Das Besondere am Laserlicht ist seine Einfarbigkeit, die der elektromagnetischen Strahlung von nur einer Wellenlänge zugeschrieben wird. Im Gegensatz dazu beinhalten andere Lichtquellen, wie die Glühlampe und das Tageslicht, verschiedene Wellenlängen, also ganze Farbspektren.

Spektralfarben

Durch Brechung oder Beugung an einem optischen Prisma, beispielsweise einem Eiskristall, lässt sich weißes Licht in die Spektralfarben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett zerlegen. Eine Spektralfarbe ist also nichts anderes als ein Farbeindruck innerhalb eines bestimmten Teil des Lichtspektrums.

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  • Malte Ludwig: Repetitorium für die Facharztprüfung Innere Medizin: Mit Zugang zur Medizinwelt, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2017, ISBN 3437233165
  • Thorwald Dethlefsen, Ruediger Dahlke: Krankheit als Weg: Deutung und Bedeutung der Krankheitsbilder, Bassermann Verlag, 2008, ISBN 3809423777

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