Verschiedene Arten von Leberhautzeichen

Leberhautzeichen sind auf der Haut sichtbare Veränderungen, die auf eine chronische Lebererkrankung hinweisen. Dabei kann es sich beispielsweise um Gefäßveränderungen, Rötungen oder Bindegewebsveränderungen handeln. Für den Betroffenen sind Leberhautzeichen vor allem ein optisches Problem, dennoch sollte nach der Ursache geforscht werden, um Folgeschäden zu vermeiden.

Die folgenden Hautveränderungen sollten stets von einem Dermatologen untersucht werden

Verschiedene Ursachen, die es abzuklären gilt

Leberhautzeichen sind aus medizinischer Sicht Indizien für das Vorliegen einer Leberschädigung. Diese kann diverse Ursachen haben und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Häufig spielen

eine Rolle. Manchmal führen genetische Ursachen oder Stoffwechselerkrankungen dazu, dass dieselben Symptome wie bei Leberschädigungen auftreten. Leberhautzeichen sollten immer ein Anlass für einen Besuch beim Dermatologen sein, damit die Ursache ermittelt und entsprechend behandelt wird.

Nicht immer weiß der Betroffene allerdings, dass es sich bei seiner Hautveränderung um ein Leberhautzeichen handelt, weil es die unterschiedlichsten Hautveränderungen gibt. Dennoch zeigen viele Leberhautzeichen typische Merkmale, die auch der Laie erkenn

en kann.

Naevus araneus

Vom Naevus araneus spricht man, wenn die Haut spinnen- oder sternchenförmige arterielle Gefäßbildungen aufweist, die dunkelrot bis bläulich aussehen. In ihrer Mitte befindet sich ein etwa stecknadelgroßer Gefäßknoten, der etwas erhaben erscheint.

Wird auf die Gefäße ein Druck ausgeübt, sind die Gefäßausläufer eine Zeit lang nicht erkennbar, bis sie sich erneut mit Blut füllen. Im Gegensatz zu Besenreisern tritt der Naevus araneus vorwiegend in der oberen Körperhälfte auf.

Da die Gefäßveränderungen gutartig sind, stellt der Naevus araneus lediglich ein kosmetisches Problem für den Betroffenen dar. Nicht immer übrigens muss ein Leberschaden vorliegen, wenn eine solche Gefäßveränderung erkennbar ist. Sie kann auch hormonellen Veränderungen oder einer Autoimmunerkrankung geschuldet sein.Zum Inhaltsverzeichnis

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Palmarerythem

Bei einer starken Rötung der Handinnenfläche spricht man vom Palmarerythem. Auch hier sollten Lebererkrankungen, wie beispielsweise Hepatitis oder Leberzirrhose, ausgeschlossen werden.

Das Palmarerythem tritt aber auch bei einigen rheumatischen Erkrankungen oder bei diversen Stoffwechselerkrankungen auf. Außerdem können einige Medikamente dieses Leberhautzeichen hervorrufen.Zum Inhaltsverzeichnis

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Morbus Dupuytren

Der Morbus Dupuytren ist ein Leberhautzeichen, das hauptsächlich Männer im mittleren Lebensalter betrifft. Es zeigt sich an den Innenflächen der Hände.

Meist sind der kleine Finger oder der Ringfinger betroffen, in seltenen Fällen befällt Morbus Dupuytren auch andere Finger.

An den unteren und mittleren Fingergelenken zeigen sich knotenartige Veränderungen und Stränge, die das Bewegen der betroffenen Finger immer schwieriger machen. Ist ein gewisser Grad der Steifigkeit erreicht, hilft häufig nur eine Operation.

Ursächlich für Morbus Dupuytren kann eine Lebererkrankung sein, die durch Alkohol- oder Nikotinmissbrauch hervorgerufen wurde. Allerdings spielen auch genetische Faktoren eine große Rolle für dieses Leberhautzeichen.Zum Inhaltsverzeichnis

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