15. September 2008
Von K. Schumann
Die meisten kennen das unangenehme Gefühl der Gliederschmerzen von einer Grippe oder einem starken Infekt. Doch das sind nur zwei der vielen Ursachen für Gliederschmerzen.
Gliederschmerzen machen sich durch ein leichtes Ziehen bis hin zu starken Schmerzen in den Muskeln und Gelenken der Extremitäten bemerkbar. Gliederschmerzen werden deshalb auch als Extremitätenschmerzen bezeichnet. Man fühlt sich wie gerädert und jede Bewegung fällt schwer.
Die häufigste Ursache von Gliederschmerzen ist, wie in der Einleitung schon erwähnt, ein grippaler Infekt. Auch bei anderen Infektionskrankheiten wie Grippe oder Masern können Gliederschmerzen auftreten. Ältere Menschen sind von Gliederschmerzen häufig im Zuge von Krankheiten wie Rheuma oder Arthrose betroffen. Dauerhafte Gliederschmerzen können auch die Folge einer Polyneuropathie sein, einer Erkrankung des peripheren Nervensystems, die häufig durch Diabetes mellitus verursacht wird. Ebenso können entzündete oder komprimierte Nerven z.B. der Ischiasnerv am Bein oder der Plexus brachialis (ein Nervengeflecht am Arm) zu Gliederschmerzen führen.
Akut auftretende Gliederschmerzen können vom Arzt meist leichter gedeutet werden als chronische Gliederschmerzen. Häufig sind dafür neurologische Untersuchungen oder eine Röntgenuntersuchung nötig.
Gliederschmerzen die in Zusammenhang mit einem grippalen Infekt auftreten, können mit einigen einfachen Hausmitteln gelindert werden. Warme Bäder mit ätherischen Ölen wie Fichte, Eukalyptus oder Thymian, die sowohl antibakteriell und antiviral als auch muskelentspannend wirken, können bei Gliederschmerzen hilfreich sein. Bei Fieber sollten Sie allerdings auf ein heißes Bad verzichten. Die betroffenen Gliedmaßen können aber alternativ auch mit einer Mischung aus fettem Öl und ätherischen Ölen eingerieben werden. Ein altes Hausmittel bei Gliederschmerzen und Erkältungen kennen Sie bestimmt noch von Ihrer Großmutter: die gute alte Hühnersuppe. Allerdings sollte es schon die selbstgekochte Suppe und nicht die Instantsuppe aus dem Supermarkt sein. Heißer Ingwertee ist nicht nur gut gegen Bakterien, er wirkt zudem noch schmerzstillend und krampflösend. In jedem Fall empfiehlt es sich Ruhe, am besten Bettruhe, zu halten.
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