Merkfähigkeitsstörung - Ausprägungsformen und Behandlungsmöglichkeiten

Als Merkfähigkeitsstörung oder Merkschwäche beschreibt man die Unfähigkeit, neue Informationen aufzunehmen, sodass sie dauerhaft im Gedächtnis gespeichert werden können. In manchen Fällen liegt eine organische Hirnschädigung vor; auch eine beginnende Demenz gilt als möglicher Auslöser. Informieren Sie sich über Ausprägungsformen und Behandlungsmöglichkeiten einer Merkfähigkeitsstörung.

Wissenswertes zur Merkschwäche

Merkmale - Woran erkennt man eine Merkfähigkeitsstörung?

Unter der Merkfähigkeit versteht man die Eigenschaft, Informationen im Gedächtnis abzuspeichern und bei Bedarf wieder abzurufen. Durch unterschiedliche psychische Störungen kann die Merkfähigkeit des Menschen jedoch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Bei der Merkfähigkeitsstörung handelt es sich um eine kognitive Störung. Der Betroffene ist dann nicht mehr in der Lage, sich Informationen zu merken, die er erst vor kurzer Zeit erhalten hat. Dagegen bleiben Daten, die vor längerer Zeit ins Gedächtnis gelangten, meist unversehrt.

Ein typisches Merkmal der Merkfähigkeitsstörung sind zudem Probleme bei der Wortfindung. Das heißt, dass der Patient während eines Gespräches simple Wörter nicht mehr finden kann. Darüber hinaus gelten Menschen mit einer Merkfähigkeitsstörung mitunter auch als geistesabwesend.

Durch Merkfähigkeitsstörungen wird das Gedächtnis beeinträchtigt und das Erinnerungsvermögen gehemmt. Nicht jede Erinnerungslücke gibt dabei natürlich Grund zur Sorge.

Zur Überprüfung der Merkfähigkeit gibt es dabei unterschiedliche Vorgehensweisen. Möglich ist beispielsweise, den Patienten bestimmte Wörter, Silben oder Zahlenreihen in vorgegebener Zeit bzw. nach einem gewissen Zeitraum nachsprechen zu lassen.

Ursachen - Wie kommt es zu einer Merkfähigkeitsstörung?

In den meisten Fällen sind bestimmte psychische Erkrankungen der Grund für eine Merkfähigkeitsstörung. Dabei kann es sich um

handeln. Doch auch Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch sind nicht selten der Auslöser für eine Merkfähigkeitsstörung. Mitunter wird die Gedächtnisstörung auch durch körperliche Probleme wie Durchblutungsstörungen im Gehirn hervorgerufen.

Zu Merkfähigkeitsstörungen kommt es im Alltag in zahlreichen Situationen und bei vielen Menschen. So ist jeder einmal vergesslich und kann sich beispielsweise nicht daran erinnern, wo er den Schlüssel abgelegt hat. Solche täglichen Vergesslichkeitsmomente sind ärgerlich, beeinträchtigen die Lebensqualität aber nicht, so wie es bei einer Merkfähigkeitsstörung, die als Begleiterscheinung einer Krankheit auftritt, der Fall ist.

Das Alter spielt hierbei nicht unbedingt eine Rolle. So können beispielsweise mit Depressionen oder Neurosen auch junge Menschen betroffen sein. Die Frustration, die durch diesen Beeinträchtigungen der kognitiven Fähigkeiten auftritt, ist immens. Die Verfassung des Betroffenen verschlechtert sich dadurch in den unterschiedlichsten Bereichen.

Behandlung - Was tun bei einer Merkfähigkeitsstörung?

Um eine Merkfähigkeitsstörung aufzuhalten, wird die Durchführung von gezielten Konzentrationsübungen empfohlen. Dabei gilt es, die Ausrichtung der Übungen an die geistigen Fähigkeiten des Patienten anzupassen.

Durch gezieltes Gehirnjogging ist die Eindämmung leichter Merkschwächen sowie krankheitsbedingter Merkfähigkeitsstörungen möglich. Betroffene können dadurch Hilfe beim Wiedererlangen ihrer Merkfähigkeit erhalten.

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