Ursache und Behandlung eines Fersensporns

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  • von Paradisi-Redaktion
Rechter Fuß einer Frau, der von ihren eigenen Händen gehalten oder massiert wird, vor weißem Hintergrund
Junge Frau bei Fußpflege © philipus - www.fotolia.de

Unter einem Fersensporn versteht man einen dornartigen Knochenauswuchs. Er tritt vor allem an der Unterseite des Fersenbeins auf.

In Deutschland leiden etwa zehn Prozent aller Bundesbürger unter einem Fersensporn, der auch Kalkaneussporn genannt wird. Dieser dornartige Knochenauswuchs kann sehr schmerzhaft sein.

Ein Fersensporn bildet sich meist an der unteren Seite des Fersenbeins, am Ansatz der Fußsohlensehnenplatte und der kurzen Fußmuskeln. In manchen Fallen entsteht er auch am Achillessehnenansatz.

Wer ist betroffen?

Besonders häufig leiden Menschen, die zwischen 40 und 60 Jahre alt sind, unter einem Fersensporn. Mit zunehmendem Lebensalter erhöht sich auch das Krankheitsrisiko. Stark betroffen sind Menschen, die an Adipositas (Fettleibigkeit) leiden oder einen stehenden Beruf ausüben.

Aber auch ein abgeflachtes Fußlängsgewölbe wie bei einem Plattfuß oder einem Knick-Senk-Fuß, kann zu einem Fersensporn führen.

Ursachen

Grund für die Entstehung eines Fersensporns ist die ständige Überlastung des betroffenen Fußes. Das gilt besonders für die große Sehnenplatte, die sich unter der Fußsohle befindet. Die Überlastung des Fußes führt dazu, dass sich immer wieder Risse und entzündliche Prozesse in der Sehnenplatte bilden.

Zum Reparieren der Risse wird vom Körper Kalk abgelagert, sodass im Laufe der Zeit ein kleiner Auswuchs an der Ferse entsteht. Schließlich drückt der Fersensporn auf das benachbarte Gewebe, was sich durch Schmerzen bemerkbar macht.

Neben langem Stehen und Übergewicht können auch eine falsche Lauftechnik, zu harte Schuhe, längeres Verharren in bestimmten Haltungen wie beim Autofahren oder ungenügendes Aufwärmen vor dem Sport zu einem Fersensporn führen.

Symptome und Diagnose

Nicht bei jedem Fersensporn kommt es zu Beschwerden. Manchmal kann er jedoch stark brennende oder stechende Schmerzen an der Ferse oder Fußsohle verursachen, die mitunter ausstrahlen. Außerdem treten unangenehme Druckschmerzen beim Stehen auf. Wird der Fuß nicht mehr belastet, lassen die Schmerzen wieder nach.

Wer durch einen Fersensporn unter Schmerzen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Dieser diagnostiziert den Knochenauswuchs durch eine körperliche Untersuchung und Röntgenaufnahmen, auf denen der Fersensporn und die Kalkeinlagerungen gut zu erkennen sind.

Behandlung

Für die Behandlung eines Fersensporns gibt es mehrere Methoden, die meist konservativ sind. Dabei soll die betroffene Stelle von Druck entlastet werden, um die Entzündung zu lindern. Dazu gehören zum Beispiel Einlagen, die verhindern, dass die Ferse in unmittelbaren Bodenkontakt kommt.

Ebenfalls hilfreich sind Krankengymnastik zur Dehnung der Sehnen und physikalische Maßnahmen wie Ultraschallbehandlungen oder Fußbäder, die zur Schmerzlinderung sowie zu einer verbesserten Durchblutung dienen.

Zur Behandlung der Schmerzen können vorübergehend auch Kortison-Injektionen verabreicht werden. Eine Alternative ist die Stoßwellentherapie, bei der man den Fersensporn mit gebündelten Schallwellen behandelt. Führen all diese Methoden nicht zu einer Besserung, wird eine Operation durchgeführt, bei der man den Fersensporn abträgt.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Junge Frau bei Fußpflege © philipus - www.fotolia.de

Formen von Fußschmerzen

  • Ursache und Behandlung eines Fersensporns

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