9. Februar 2009
Von K. Schumann
Eine peinliche Situation und schon ist es passiert: Die Röte steigt einem ins Gesicht und nach kurzer Zeit sieht man aus wie eine Tomate. Doch warum Erröten wir?
Lange Zeit war man sich einig, dass beim Erröten (medizinisch auch als Flush bezeichnet) die Blutgefäße weit gestellt werden und die Haut durch die vermehrte Durchblutung rot wirkt. Inzwischen wird jedoch vermehrt die Theorie vertreten, dass nicht eine Weitstellung der Gefäße das Erröten verursacht, sondern eine Gefäßengstellung, durch die es zu einem Blutstau kommt. Doch warum werden diese Mechanismen ausgelöst?
In Stresssituationen wird eine Anspannung in unserem Körper erzeugt. Unser Gehirn sendet daraufhin verschiedene Hormone aus, die die oben beschriebenen Reaktionen auslösen. Oft denken wir dann: "Warum muss ich gerade jetzt rot werden." Dadurch verstärkt sich der Stress jedoch noch und wir erröten erst recht. Daraus kann sich ein Kreislauf der Angst entwickeln der in der Angst vorm Rotwerden, der Erythrophobie enden kann. Die Betroffenen trauen sich aus Angst vor dem Erröten oft gar nicht mehr das Haus zu verlassen. Für den Alltag gibt es ein paar Tipps, die den Umgang mit dem Erröten erleichtern.
Die Ursachen von Erröten müssen jedoch nicht zwingend psychischer Natur sein. Häufig sind sie auch ein Krankheitssymptom. Vor allem bei Infektionskrankheiten wie Scharlach und Erkrankungen, die mit Fieber einhergehen treten Hautrötungen auf. Auch Hauterkrankungen oder Allergien können sich in Form von Rötungen bemerkbar machen. Eine schmetterlingsförmige Gesichtsrötung ist sogar eines der Kardinalsymptome der Autoimmunkrankheit Lupus erythematodes.
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