22. Oktober 2009
Erbrechen ist ein häufig vorkommendes Symptom. Nicht immer muss eine ärztliche Behandlung erfolgen.
Beim Erbrechen gelangt die Nahrung über den Magen wieder zurück durch die Speiseröhre und den Mund nach draußen. Dabei kann die Nahrung wie ein Schwall aus dem Mund entleert werden oder auch langsam nach draußen gewürgt werden. Der Patient verspürt meist zuvor starke Übelkeit und teilweise auch Brechreiz. Die Patienten spüren nach dem Erbrechen meist ein brennendes Gefühl im Bereich der Speiseröhre.
Erbrechen ist ein Symptom, das sowohl kleinste Kinder als auch Erwachsene betreffen kann. Besonders Neugeborene und Säuglinge erbrechen häufig kurz nach der Nahrungsaufnahme. Das Erbrechen beginnt meist kurze Zeit, nachdem die Babys ihre Milch getrunken haben. Dies ist jedoch meist nicht krankhaft.
Je nachdem, wie lange sich das Erbrochene bereits im Magen befunden hat und welche Ursache dem Erbrechen zugrunde liegt, riecht die erbrochene Nahrung äußerst sauer oder hat auch eine bräunliche Färbung. Zudem kann dem Erbrochenen auch Schleim oder Blut beigefügt sein. Bei bestimmten Krankheiten riecht die erbrochene Nahrung wie Kot oder sie sieht schaumig aus.
Wenn ein Erwachsener erbricht, muss dies nicht zwingend ärztlich behandelt werden. Es sei denn, dem Erbrochenen ist Blut beigemischt, riecht auffällig oder hat eine auffällige Färbung bzw. Konzentration.
Zu Beginn einer Schwangerschaft in den ersten Schwangerschaftswochen leiden viele Schwangere unter dem Schwangerschaftserbrechen. Besonders morgens nach dem Aufstehen müssen sich die schwangeren Frauen erbrechen. Dies geschieht meist unabhängig davon, was gegessen wurde.
Wichtig ist, ausreichend zu trinken, um dem Körper wieder Flüssigkeit zuzuführen. Dazu eignen sich milde Teesorten wie Kamille oder auch stilles Mineralwasser. Reicht die orale Flüssigkeitsaufnahme nicht aus, um den Kreislauf zu stabilisieren, so muss im Krankenhaus oder der ärztlichen Praxis eine Infusion angelegt und dem Körper auf diese Weise die Flüssigkeit zugeführt werden.
In der Apotheke gibt es auch spezielle Elektrolytlösungen, die den geschwächten Körper mit Elektrolyten versorgen.
Helfen diese Maßnahmen nicht, kann der Arzt Medikamente gegen das Erbrechen verordnen. Diese sind als Tabletten, Zäpfchen oder Saft erhältlich.
In jedem Fall sollte der Patient Diät halten. Trinken ist in diesem Zustand wesentlich wichtiger als Essen. Wenn der Appetit wieder zurückkommt, sollte man mit Magen schonender Nahrung wie zum Beispiel Zwieback beginnen.
Beim Schwangerschaftserbrechen hilft häufig auch Ingwertee. Zusätzlich sollte die Schwangere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen und bereits in der Früh vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen. Nach den ersten drei Monaten ist das Schwangerschaftserbrechen in der Regel ohne jegliche Behandlung vorbei.
Liegt kein gewöhnliches Erbrechen vor, müssen gegebenenfalls weitere Behandlungen und Untersuchungen erfolgen.
Wenn das Erbrochene zum Beispiel schäumt, kann dies das Auspumpen des Mageninhaltes notwendig machen, da hier vermutlich eine Vergiftung vorliegt.
Wenn Blut erbrochen wird, muss eine Magenspiegelung erfolgen, um dort die Blutungsquelle zu finden. Dem Patienten wird dazu ein Endoskop durch den Mund eingeführt und in den Magen vorgeschoben. Am Ende des Endoskops befindet sich eine Kamera mit einer Lichtquelle, damit der Arzt die inneren Organe untersuchen kann. Sofern notwendig kann mit einer dünnen Zange auch eine Gewebeprobe entnommen werden. Im Rahmen dieser Gastroskopie sind auch Behandlungen möglich.
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Der Ratgeber Erbrechen. Ein interdisziplinäres Problem von Hans Huchzermeyer.