2. Dezember 2011
Von Marco Stephan
Männer und Frauen sind sich ebenbürtig, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber wie unsere Körper zweifellos verschieden sind, so ist es auch unser Geist bzw. unser Verstand. Das heißt, so wie Sie die Welt erleben, muss nicht notwendigerweise dieselbe Sichtweise sein, wie Ihre Frau sie erlebt. Sie können gegen die Evolution ankämpfen oder gegen die sozialen Gründe, die hinter diesen Unterschieden stecken.

Also versuchen Sie besser, die frauliche Denkweise zu entschlüsseln. So haben Sie die Möglichkeit, mit Ihrer Frau besser zu kommunizieren. Mit anderen Worten, Sie sind öfter einer Meinung.
Der Hippocampus, der Teil des menschlichen Gehirns, der für die Erinnerungen zuständig ist, ist bei Frauen größer als bei uns Männern. Darum können sich Frauen besser an Vergangenes erinnern, an die guten Sachen und auch an die schlechten. Wenn Sie merken, dass sich Ihre Frau auch an die kleinsten Details erinnern kann, von vielleicht einer Geburtstagsfeier vor etlichen Jahren, an die Sie sich nur noch dunkel erinnern, geschweige Ihnen noch irgendwelche Kleinigkeiten einfallen - dann wissen Sie jetzt, dass das eine rein physiologische Ursache hat.
Wenn sich Ihre Frau an ein Ereignis erinnert das schon einige Zeit zurück liegt, pflichten Sie Ihr bei, denn die Chancen stehen gut, dass Sie Recht hat.
Das Gehirn der Frauen ist so konfiguriert, das sie bei manchen Gelegenheiten bis zu fünfmal mehr weinen als wir Männer. Ein Grund dafür ist das männliche Gehirn. Es ist nicht in der Lage, so feine emotionale Empfindungen wie die der Frauen zu realisieren. Darum sind die Tränen ihrerseits die einzige Möglichkeit, um unsere Aufmerksamkeit zu erlangen. Ansonsten wenden wir uns ohne böswillige Absicht der nächsten Folge von "Schlag den Raab" im TV zu.
Wenn Sie wollen, dass Ihre Frau zukünftig weniger weint, dann versuchen Sie, die kleinen Hinweise aus ihrer Gefühlswelt zu deuten. Noch besser ist es, wenn Sie es sich zur Gewohnheit machen, Ihre Frau zu fragen, wie sie sich fühlt.
Ein wichtiger Fakt, warum Frauen meist so unentschlossen sind und ihre Meinung wechseln, ist die Menstruation und die Menopause. Das Gehirn einer Frau wechselt häufiger die Ansichten als das eines Mannes. Das bedeutet während jeden einzelnen Monats bis zu fünfundzwanzig Prozent mehr als beim Mann. Während der Pubertät hat das größere Gehirn des Mannes nicht so viel zu tun, bei Frauen hält hingegen der Aufstand der Hormone bis zum Ende der Menstruation an.
Wenn Sie merken, dass sich das Benehmen Ihrer Frau verändert und Sie auf einmal mit einer völlig anderen Person sprechen, bleiben Sie ruhig und seien Sie geduldig. Ihre Frau wird es Ihnen danken.
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