15. Oktober 2009
Brechreiz kann sich unterschiedlich äußern. Meist kann man die zugrunde liegende Krankheit gut behandeln.
Ein Brechreiz kann in unterschiedlichen Situationen und bei verschiedenen Erkrankungen auftreten.
Der klassische Brechreiz tritt in den ersten Wochen einer Schwangerschaft auf. Dabei leidet jedoch nicht jede schwangere Frau darunter. Die Frauen, die davon betroffen sind, verspüren den Brechreiz teilweise nur morgens nach dem Aufstehen. Er verschwindet wieder, wenn etwas gegessen wird. Andere Frauen verspüren den Brechreiz während der ersten Schwangerschaftswochen den ganzen Tag über. Der Würgereiz verstärkt sich bei jeglicher Art von Gerüchen. Teilweise genügt es auch, wenn man nur an einen bestimmten Geruch denkt. Oftmals ist der Brechreiz im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft auch verbunden mit Erbrechen.
Unabhängig von einer Schwangerschaft kann ein Brechreiz auch auftreten, wenn der Betroffene nur an eine für ihn Ekel erregende Speise denkt.
Bei einigen Krankheiten tritt vermehrt Brechreiz und Erbrechen auf. Dem Erbrochenen kann auch Blut beigemischt sein.
Zudem gibt es einige Krankheiten, die mit starkem Husten verbunden sind. Der starke Husten bewirkt einen Brech- bzw. Würgereiz, der ebenfalls teilweise mit Erbrechen einhergeht.
Einige psychische Krankheiten weisen als Hauptsymptom das Erbrechen auf. Die Patienten führen dann willentlich einen Brechreiz herbei, in dem sie den Finger in den Mund stecken. Die aufgenommene Nahrung wird auf diese Weise wieder erbrochen.
Nach einem operativen Eingriff, der unter Narkose durchgeführt wurde, kann ebenfalls ein Brechreiz auftreten. Meist ist dieser auch mit Erbrechen verbunden.
Der Brechreiz wird unterschiedlich behandelt. Um die richtige Behandlung zu wählen, ist für den Arzt die Ursache entscheidend.
Gegen Schwangerschaftserbrechen werden meist Hausmittel anstatt Medikamente verabreicht. Nur wenn der Brechreiz extrem stark ist, verordnet der Gynäkologe entsprechende Präparate. In sehr schweren Fällen findet die Behandlung stationär in einem Krankenhaus statt. Das Medikament sowie alle von der Schwangeren benötigten Nährstoffe werden dort durch eine Infusion direkt in die Vene verabreicht. Schwangere, die unter einer normalen Form des Brechreizes leiden, können diesen lindern, indem sie anstatt drei großer Mahlzeiten mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen. Vor dem Aufstehen in der Früh hilft es meist auch, etwas Tee zu trinken und eine Kleinigkeit (zum Beispiel einen Zwieback) zu essen. Auch das Gewürz Ingwer ist hier sehr hilfreich. Als Tee getrunken oder Gewürz beim Kochen verarbeitet, kann es den Brechreiz lindern.
Wenn ein Patient unabhängig von einer Schwangerschaft regelmäßigen Brechreiz verbunden mit Erbrechen verspürt, so führt der Arzt eine Magenspiegelung durch, um die Ursache herauszufinden. Der Patient muss für die Untersuchung nüchtern sein. Er darf demnach in den Stunden vor der Untersuchung weder gegessen noch getrunken haben. Vor der Untersuchung erhält der Patient eine Beruhigungsspritze sowie ein Spray in den Rachen, das den Würgereiz beim Einführen der Instrumente hemmt. Die Untersuchung wird mit einem Gastroskop durchgeführt, das aus einem langen Schlauch mit einer Lichtquelle und einer Kamera besteht. Der Arzt führt das Gerät über den Mund durch die Speiseröhre ein und kann dann den Magen betrachten. Sofern notwendig, kann auch eine Gewebeprobe entnommen werden. Je nach Untersuchungsergebnis verordnet der Arzt dann Magentabletten oder auch ein Antibiotikum (sofern Bakterien die Ursache sind). Teilweise kann auch eine Operation notwendig werden. Liegt eine Krebsgeschwulst vor, so kann zusätzlich zur operativen Entfernung auch eine Bestrahlungstherapie notwendig werden.
Patienten, die aufgrund einer psychischen Krankheit willentlich den Brechreiz herbeiführen, benötigen eine psychologische Behandlung. Diese wird entweder ambulant oder stationär in einer speziellen Fachklinik durchgeführt und dauert meist mehrere Monate oder Jahre an. Im Rahmen der Gesprächstherapie versucht der Therapeut mit dem Patienten den Grund der Erkrankung herauszufinden.
Patienten, die gerade aus der Narkose erwachen, leiden häufig unter Brechreiz. Diesen Patienten wird meist ein so genanntes Antiemetikum, ein Mittel gegen Erbrechen, verabreicht.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
05.11.11 | |
![]() | BRECHREIZ |
14.09.11 | |
![]() | BRECHREIZ |
26.07.11 | |
![]() | BRECHREIZ |
12.06.11 | |
![]() | BRECHREIZ |
18.05.11 | |
![]() | BRECHREIZ |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Brechreiz Forum

