24. August 2011
Wenn die Magenschleimhaut angegriffen ist, zeigt sich das in vielerlei Symptomen. Von Blähungen bis Übelkeit, von Schmerzen bis Appetitlosigkeit reichen die Anzeichen einer Gastritis. Die Ursachen sind ebenso unterschiedlich. Das kann ein Zuviel an Stress ebenso sein, wie eine Infektion oder magenbelastende Medikamente. Allen gemeinsam ist, dass die die schützende Schleimhaut des Magens schädigen. Dieser Schutz ist eigentlich dazu da, um den Magen vor der aggressiven Magensäure zu schützen. Ist dies nicht mehr gegeben, weil die Schleimhaut beeinträchtigt ist, kann im schlimmsten Fall ein Magengeschwür entstehen. Darum sollte eine Gastritis unbedingt ärztlich behandelt werden.
Weit verbreitet ist eine Infektion mir dem Helicobacter pylori Bazillus. Er gilt als einer der wichtigsten Auslöser der Magenschleimhautentzündung. Bei den Arzneimitteln sind es die einfachen Schmerzmittel wie Aspirin und Ibuprofen, die auf den Magen schlagen. Je höher die Dosierung, desto größer ist die Gefahr sich eine Gastritis einzuhandeln. Der Gastroenterologe Dr. Joachim Labenz weist darauf hin, dass empfindliche Patienten sich unbedingt nach einer Alternative zu diesen Mitteln erkundigen sollten.
Eine unzweifelhafte Diagnosestellung erfolgt durch eine Magenspiegelung. Dabei kann im Zweifelsfall eine Probe des kranken Gewebes entnommen werden. Damit sind die Patienten auf der sicheren Seite und andere Krankheiten differentialdiagnostisch ausgeschlossen.
Ist eine Gastritis erkannt, sollte nur noch leichte Kost genommen werden. Fett, Alkohol oder zu große Portionen verschlimmern die Erkrankung. Am besten sind Ruhe, eine Wärmflasche zum Entkrampfen auf dem Bauch und die altbekannte Tee und Zwieback-Diät. Beim Arzt erhält man zusätzlich säurebindende Medikamente und eventuell ein Antibiotikum, sollten Bakterien die Ursache der Entzündung sein. Labenz weist darauf hin, dass es keine allgemeingültige Therapie einer Magenschleimhautentzündung gäbe. Wegen der verschiedenen Gründe für die Entstehung und damit auch die unterschiedlichen Auswirkungen muss jeder Fall individuell betrachtet werden.
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