15. Oktober 2009
Eine Bewusstlosigkeit kann unterschiedlich lange andauern. Ein bewusstloser Patient muss sofort ärztlich behandelt werden.
Eine Bewusstlosigkeit liegt dann vor, wenn der Patient nicht aufgeweckt werden kann und somit nicht bei Bewusstsein ist. Die Patienten können in diesem Zustand keinen Kontakt zu ihrer Umwelt aufnehmen und reagieren auch nicht auf äußere Reize (zum Beispiel Schmerz).
Je nach Ursache kann die Bewusstlosigkeit nur wenige Sekunden oder Minuten andauern oder auch längere Zeit. Je länger eine Bewusstlosigkeit andauert, desto schwerwiegender ist die Ursache. Teilweise werden die Patienten durch ihre Krankheit regelmäßig bewusstlos, andere wiederum verlieren nur einmalig das Bewusstsein.
Wenn ein Patient bewusstlos wird, stürzt er, da seine Muskeln plötzlich erschlaffen. Teilweise geben die Patienten in dieser Situation auch unkontrolliert Urin und Stuhl ab.
Dauert die Bewusstlosigkeit nur kurz an, können sich die Patienten meist erinnern, dass ihnen schwindelig und schwarz vor Augen wurde. Bei einer länger andauernden Bewusstlosigkeit können sich die Patienten oft an nichts mehr erinnern, was direkt vor der Bewusstlosigkeit geschehen ist.
Die Behandlung einer Bewusstlosigkeit erfolgt meist durch einen Notarzt oder durch Ärzte im Krankenhaus.
Bis ein Notarzt eintrifft, sollten Erste-Hilfe-Maßnahmen angewendet werden. Dazu gehört das Ansprechen des Patienten und die Lagerung in der stabilen Seitenlage, damit der Patient nicht an Erbrochenem ersticken kann. Zusätzlich müssen die Ersthelfer auf die Atmung des Patienten achten und gegebenenfalls Mund-zu-Mund oder Mund-zu-Nase beatmen. Wenn ein Patient beatmet werden muss, muss er zuvor auf den Rücken gedreht werden.
In der Regel werden bewusstlose Patienten in die nächste Klinik gebracht. Dort erfolgt meist eine künstliche Beatmung, sofern der Patient noch immer bewusstlos ist. Gleichzeitig müssen die Ärzte die Ursache der Bewusstlosigkeit herausfinden. Je länger eine Bewusstlosigkeit andauert, desto größer sind die Schäden am Gehirn, die durch die Bewusstlosigkeit verursacht werden.
Handelte es sich nur um eine kurze Bewusstlosigkeit, sollte der Patient bis zum Eintreffen eines Arztes flach auf den Rücken gelegt und die Füße dabei hoch gelagert werden, so dass der Kreislauf wieder in Schwung kommen kann.
Patienten, die aufgrund einer schweren Allergie bewusstlos wurden, können sich nach Behandlung der akuten Symptome ihrer Allergie in einigen Fällen einer Hyposensibilisierungsbehandlung unterziehen. Den Patienten wird dazu im Laufe von mehreren Jahren ihr Allergie auslösender Stoff unter die Haut des Oberarmes gespritzt. Die Dosis wird dabei langsam gesteigert, sofern der Patient die Behandlung gut verträgt. Nach etwa drei Jahren ist die Behandlung abgeschlossen und der Patient reagiert nicht mehr mit derartigen allergischen Reaktionen, wenn er in Kontakt mit seinem Allergen gerät.
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