15. Oktober 2009
Man unterscheidet verschiedenartige Bewegungsstörungen. Je nach Krankheit wird dieses Symptom unterschiedlich behandelt.
Bewegungsstörungen können sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auftreten. Mediziner unterscheiden zwischen den so genannten stereotypen und cerebralen Bewegungsstörungen.
Patienten, die eine stereotype Bewegungsstörung haben, wiederholen immer wieder die gleichen Bewegungen. Diese können sowohl mit dem Kopf als auch zum Beispiel mit Händen oder Füßen ausgeführt werden. Beispielsweise schütteln die Patienten ständig den Kopf, klatschen in die Hände oder bewegen den Oberkörper vor und zurück. Teilweise verletzen sich die Patienten auch selbst, indem sie immer wieder den Kopf gegen die Wand schlagen oder sich in den Arm beißen.
Die zerebrale Bewegungsstörung macht sich immer bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter bemerkbar. Die Patienten können schlecht oder gar nicht das Gleichgewicht halten und haben auch bezüglich der Feinmotorik Probleme. Teilweise haben die Patienten mit einer derartigen Bewegungsstörung auch Probleme, den Kopf zu halten und demzufolge auch zu schlucken und zu essen. Nicht immer sind auch beide Körperseiten gleich betroffen: Häufig haben die Patienten die Beschwerden nur auf einer Seite des Körpers. Eine Körperhälfte kann auch völlig gelähmt sein.
Patienten mit Bewegungsstörungen erhalten in vielen Fällen physiotherapeutische Behandlung. Bei kleinen Kindern oder Säuglingen werden auch die Eltern in die Therapie miteingebunden und müssen die Übungen zu Hause weiterführen. Der Therapeut wendet je nach Grunderkrankung verschiedene Bewegungsübungen, Krankengymnastik (zum Beispiel nach Bobath) oder auch Massagetechniken an, um die Bewegungsstörungen zu bessern oder zu heilen.
Einige Patienten mit Bewegungsstörungen sind auch auf einen Rollstuhl oder einen Rollator ("Gehwagen") angewiesen, um sich fortbewegen zu können.
Oftmals sind die Bewegungsstörungen das Symptom einer schweren Krankheit. Die Patienten benötigen in diesem Fall im Anschluss an die Akutbehandlung in einem Krankenhaus häufig eine mehrwöchige Rehabilitationsbehandlung. Dort erfolgt eine intensive Physiotherapie und der Patient lernt, mit seiner Krankheit umzugehen.
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